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26.09.2013

10:27 Uhr

34 Milliarden Euro

Deutschland senkt Schulden erheblich

Den Bad Banks sei Dank: Bund, Länder und Gemeinden konnten ihre Schulden im ersten Halbjahr deutlich senken. 34 Milliarden Euro wurden eingespart - ein Fortschritt im Vergleich zum Vorjahr.

Neue Zahlen: Die Schulden des Bundes schrumpften zum 30. Juni um 1,4 Prozent. dpa

Neue Zahlen: Die Schulden des Bundes schrumpften zum 30. Juni um 1,4 Prozent.

WiesbadenDie Schulden von Bund, Ländern und Gemeinden sind leicht gesunken. Zum Ende des ersten Halbjahres 2013 lagen sie mit 2,05 Billionen Euro um 1,6 Prozent (34,1 Milliarden Euro) unter dem Vorjahresstand, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag auf Basis vorläufiger Ergebnisse mitteilte. Grund dafür sei vor allem, dass die zwei sogenannten Bad Banks – FMS Wertmanagement und Erste Abwicklungsanstalt (EAA) – die an sie ausgelagerten Papiere verkaufen und so ihre Bilanzsumme und den Schuldenstand senken konnten.

In die „Bad Banks“ haben Geldhäuser während der Finanzkrise mit Hilfe des Staates milliardenschwere Risikopapiere sowie nicht mehr benötigte Geschäftsfelder ausgelagert. Die verstaatlichte Bank HRE hatte mit Hilfe des Bundes ihre Bilanz bereinigt und ein riesiges Geschäftsvolumen an die FMS verschoben, die angeschlagene öffentlich-rechtliche WestLB ihre Schrottpapiere an die EAA. Dadurch stieg der Schuldenstand Deutschlands. Beide Abwicklungsbanken sollen über mehrere Jahre die Risikoposten schrittweise verkaufen.

Die Schuldenstandszahlen beziehen sich den Statistikern zufolge auf die Kern- und Extrahaushalte. Sie umfassen Kreditmarktschulden und Kassenkredite, aber nicht Schulden der kommunalen Zweckverbände und der Sozialversicherung. Sie sind damit nicht vergleichbar mit den endgültigen jährlichen Schuldenergebnissen.

Der Bund, der mit 1,29 Billionen Euro den Großteil der Schulden angehäuft hat, reduzierte seine Verbindlichkeiten um 1,4 Prozent (minus 17,8 Milliarden Euro). Während die Länder ihre Schulden in dem Zeitraum deutlich um 2,5 Prozent (minus 16,4 Milliarden Euro) auf 626,7 Milliarden Euro senken konnten, nahm die Verschuldung der Kommunen um 0,1 Prozent (plus 100 Millionen Euro) auf 133,2 Milliarden Euro zu. Diese dürften noch steigen, wenn die kommunalen Zweckverbände hinzugerechnet werden, sagte ein Statistiker.

Von

dpa

Kommentare (26)

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Micha

26.09.2013, 10:11 Uhr

Das wäre doch ein Grund, die Steuern zu senken (!) und damit die Leistungsträger dieses Staates, die unseren Wohlstand erst ermöglichen, zu belohnen!

Account gelöscht!

26.09.2013, 10:18 Uhr

@Micha

wir wollen da mal ganz bescheiden sein, und uns schon darüber freuen, wenn aus diesem Anlaß keine Steuern erhöht werden.

Chemnitzwolf

26.09.2013, 10:19 Uhr

Von "erheblich" kann bei einer Verschuldung von über 2 Billionen keine Rede sein. Wie viele Jahre muss gespart werden um diesen riesigen Schuldenberg abzubauen?
Bitte mehr Objektivität in der Bewertung der Sachlage und weniger Propaganda.

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