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02.03.2017

12:15 Uhr

35-jähriger kämpfte in Syrien

Mutmaßlicher Kriegsverbrecher in NRW festgenommen

In Düsseldorf wurde am Mittwoch ein mutmaßlicher syrischer Kriegsverbrecher festgenommen, der an der Seite der „al-Nusra-Front“ gekämpft haben soll. In Hessen wurde ein weiterer Unterstützer der Terrorgruppe verhaftet.

Die nordrhein-westfälische Polizei hat am Mittwoch einen mutmaßlichen syrischen Kriegsverbrecher in Düsseldorf verhaftet. Ihm wird unter anderem 36-facher Mord vorgeworfen. Zudem nahm die Polizei einen weiteren Terrorverdächtigen in Hessen fest. dpa

Großeinsatz

Die nordrhein-westfälische Polizei hat am Mittwoch einen mutmaßlichen syrischen Kriegsverbrecher in Düsseldorf verhaftet. Ihm wird unter anderem 36-facher Mord vorgeworfen. Zudem nahm die Polizei einen weiteren Terrorverdächtigen in Hessen fest.

BerlinDie Polizei hat in Nordrhein-Westfalen einen mutmaßlichen syrischen Kriegsverbrecher festgenommen, der an der Seite der islamistischen al-Nusra-Front gekämpft haben soll. Der am Mittwochabend in Düsseldorf im Auftrag der Bundesanwaltschaft verhaftete 35-jährige Abdalfatah H.A. sei dringend verdächtig, sich im Jahr 2013 der Organisation Dschabat-al-Nusra angeschlossen zu haben, teilte die Bundesanwaltschaft am Donnerstag in Karlsruhe mit. Im März des Jahres soll er ein Scharia-Todesurteil vollstreckt und mit weiteren Mitgliedern seiner Kampfeinheit 36 Mitarbeiter der syrischen Regierung getötet und damit ein Kriegsverbrechen begangen haben.

Im Regierungsbezirk Gießen wurde zudem der 26-jährige Syrer Abdulrahman A.A. festgenommen, der ebenfalls im Jahr 2013 für die al-Nusra-Front gekämpft und zudem gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz verstoßen haben soll. Der Bundesanwaltschaft zufolge gründete er Anfang 2013 eine zur al-Nusra-Front gehörende Kampfeinheit, von der er insbesondere Gelder und Fahrzeuge verwaltete.

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Auch Abdalfatah soll Mitglied dieser Kampfgruppe gewesen sein. Beide Männer hätten gemeinsam an Kämpfen gegen syrische Militärverbände teilgenommen. Die Beschuldigten sollten am Donnerstag dem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs vorgeführt werden.

Die al-Nusra-Front hat sich im vergangenen Jahr in Fateh al-Scham umbenannt und sich von der Extremistenorganisation Al-Kaida getrennt. Zu ihren Zielen gehört die Errichtung eines am Salafismus orientierten sunnitischen islamischen Staates in Syrien.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Herr Old Harold

02.03.2017, 13:10 Uhr

... und in Berlin wird bei beim nächsten russischen Staatsbesuch ein Unterstützer des syrischen Terrorregimes verhaftet ?

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