Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

09.01.2004

18:00 Uhr

39 Prozent für eine Frau

Bundespräsidenten-Diskussion geht in die heiße Phase

Erneut hat sich ein Unions-Spitzenpolitiker für Wolfgang Schäuble (CDU) als Bundespräsident ausgesprochen. Der stellvertretende CSU-Vorsitzende Horst Seehofer sagte, er habe eine persönliche Präferenz für Schäuble.

HB BERLIN. Nach einer am Freitag veröffentlichten ARD-Umfrage liegt Schäuble derzeit auch in der Gunst der Bürger vorn. Nach einer anderen Umfrage wünschen 39 Prozent der Deutschen, dass eine Frau als Nachfolgerin von Johannes Rau ins Schloss Bellevue einzieht. Jedem zweiten Bundesbürger ist es egal, ob eine Frau oder ein Mann an der Spitze des Staates steht.

Der nächste Bundespräsident wird am 23. Mai von der Bundesversammlung gewählt. Dort ist ein Unionskandidat auf die Stimmen der FDP angewiesen, weil weder CDU/CSU noch Rot-Grün eine Mehrheit haben.

Seehofer sagte der „Passauer Neuen Presse“ (Freitag): „Wir profitieren alle davon, wenn das jemand macht, der es gut macht und gut kann. Wir müssen das Amt des Bundespräsidenten erstklassig besetzen.“ Zuvor hatten Hessens Ministerpräsident Roland Koch (CDU) und der Vorsitzende der CSU-Landesgruppe im Bundestag, Michael Glos, Unions-Fraktionsvize Schäuble als Nachfolger von Rau vorgeschlagen. Rau wollte nicht noch einmal kandieren.

Nach einer Umfrage von Infratest-Dimap für die ARD-Sendung „Bericht aus Berlin“ haben die Bundesbürger derzeit ein Präferenz für Schäuble. Knapp ein Drittel hält ihn für den besten Rau-Nachfolger. Für die ehemalige Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth (CDU) waren 30 Prozent. Für den in jüngster Zeit wieder häufiger genannten CDU- Politiker Klaus Töpfer sind nur neun Prozent.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×