Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

20.02.2015

01:49 Uhr

43,2 Milliarden Euro

Steuereinnahmen sprudeln weiter

Griechenland bereitet Wolfgang Schäuble derzeit keinen Grund zur Freude. Doch es gibt auch gute Nachrichten für den Bundesfinanzminister. Die deutschen Steuereinnahmen steigen weiter – ein Trend, der anhalten könnte.

4,1 Prozent mehr als vor einem Jahr nahm der deutsche Fiskus im Januar ein. dpa

4,1 Prozent mehr als vor einem Jahr nahm der deutsche Fiskus im Januar ein.

BerlinDie Steuereinnahmen des deutschen Fiskus' sind auch im neuen Jahr spürbar gestiegen. Im Januar flossen insgesamt 43,2 Milliarden Euro in die Kassen von Bund und Ländern und damit 4,1 Prozent mehr als vor einem Jahr, wie das Bundesfinanzministerium am Freitag mitteilte.

Während der Bund ein Plus von 8,1 Prozent verbuchte, gab es bei den Ländern einen Zuwachs von 2,7 Prozent. Dank der anziehenden Konjunktur und guten Lage auf dem Arbeitsmarkt kletterten die Einnahmen aus der Lohnsteuer um 5,9 Prozent nach oben. Die Umsatzsteuer brachte 1,8 Prozent mehr ein, wie es im Monatsbericht weiter hieß.

Von der Konjunktur dürfte es weiter Rückenwind geben. Die deutsche Wirtschaft war Ende 2014 mit 0,7 Prozent unerwartet stark gewachsen. Das Ministerium geht davon, dass sich die Erholung im Laufe des Jahres fortsetzen dürfte. Dies signalisierten die Stimmung der Firmen und der Konsumenten sowie die steigende Nachfragen aus dem In- und Ausland.

Bundesfinanzministerium: Staat nimmt Steuern in Rekordhöhe ein

Bundesfinanzministerium

Staat nimmt Steuern in Rekordhöhe ein

Wirtschafts- und Arbeitsmarktzahlen sehen in Deutschland derzeit gut aus: Das schlägt sich positiv auf die Einnahmen des Fiskus nieder. Der Staat hat im vergangenen Jahr so viele Steuern eingenommen wie nie zuvor.

Das Umfeld für Unternehmen sei unter anderem wegen niedriger Zinsen weiterhin günstig, schrieben die Experten des Finanzministeriums. Zudem drücke der niedrige Ölpreis die Kosten der Firmen und erhöhe die Kaufkraft der Verbraucher, was sowohl Investitionen als auch den Konsum fördere. Ferner profitierten die Exporteure vom niedrigen Euro-Kurs.

Im vergangenen Jahr verbuchten Bund und Länder ein Steueraufkommen von gut 593 Milliarden Euro (ohne reine Gemeindesteuern). Damit nahm der Fiskus soviel ein wie nie zuvor.

Von

rtr

Kommentare (3)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Herr Rene Weiß

20.02.2015, 07:30 Uhr

Wenn das, wie den Linken, nicht ausreicht, dem kann man wohl Diebstahl am Bürger vorwerfen. Steuerverschwendung muss ins Strafgesetzbuch. Aus meiner Sicht müssen derart hohe Steuereinnahmen ausreichend sein. Wenn es nicht reicht, geht Politiker unverantwortlich damit um.

Herr Andreas Glöckner

20.02.2015, 10:37 Uhr

@Rene Weiß
Wenn Sie 50 Liter Wasser brauchen um ein Feuer zu löschen, dann sagen Sie bei 30 Litern ja auch nicht: "Jetzt müsste aber genug sein, sonst wird es nachher noch Verschwendung."

Der Staat muss soviel Steuern einnehmen wie er kann oder unternehmerisch gedacht, wie er will.

Herr Wolfgang Trantow

20.02.2015, 12:16 Uhr

Und wieso will man trotzdem die Bürger ausplündern und immer noch die menschenfeindliche Maut, nur um die Diäten zu erhöhen???????

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×