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29.10.2011

16:33 Uhr

50 Jahre Anwerbeabkommen

Wohlstand aus dem Ausland

Vor 50 Jahren besiegelten die deutsche Bundesregierung und die Türkei ein Anwerbeabkommen. Die Zuwanderer bauten mit am deutschen Wirtschaftswunder. Zum Jubiläum lobt Bundeskanzlerin Merkel ihren Einsatz.

Auch in den Kölner Ford-Werken packten zugewanderte Türken mit an, hier im Gespräch mit dem früheren türkischen Arbeitsminister Bülent Evevit (l). dpa

Auch in den Kölner Ford-Werken packten zugewanderte Türken mit an, hier im Gespräch mit dem früheren türkischen Arbeitsminister Bülent Evevit (l).

BerlinDie Bundesregierung hat anlässlich der Unterzeichnung des Anwerbeabkommens mit Ankara vor 50 Jahren die Leistungen türkischer Zuwanderer in Deutschland gewürdigt. Diese hätten „zum Wohlstand Deutschlands beigetragen“, sagte Kanzlerin Angela Merkel (CDU) am Samstag in ihrer wöchentlichen Videobotschaft. „Sie sind ein Teil unseres Landes geworden.“

Auch Außenminister Guido Westerwelle (FDP schrieb in einem Beitrag für die Zeitung „Hürriyet“, Millionen Menschen mit türkischen Wurzeln seien seit Abschluss des Abkommens zu einem Teil Deutschlands geworden. „Erst halfen sie bei unserem Wirtschaftswunder. Dann kamen auch ihre Familien und Kinder. Heute gibt es zahlreiche, erfolgreiche türkisch-stämmige Unternehmer, Politiker und Fernsehstars.“

Am kommenden Mittwoch wird in Berlin der Jahrestag des deutsch- türkischen Abkommens gefeiert. Dazu wird auch der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan erwartet. „Das Anwerbeabkommen hat unser Land verändert“, sagte Merkel mit Blick auf die mehr als 2,5 Millionen Menschen mit türkischen Wurzeln, die heute in Deutschland leben. Es gebe heute viele sehr gut integrierte türkischstämmige Menschen, aber durchaus auch noch Probleme. Die Kanzlerin appellierte an die Integrationsbereitschaft der deutschen Gesellschaft wie auch der Zuwanderer.

50 Jahre Anwerbeabkommen mit der Türkei

Video: 50 Jahre Anwerbeabkommen mit der Türkei

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Merkel betonte, dass das Erlernen der deutschen Sprache für die Integration wichtig sei. „Man kann sich ein Land nur erschließen, wenn man die Sprache kann.“ Zur Integration gehöre jedoch mehr. „Ich wünschte mir zum Beispiel auch, dass alle Deutschen türkischstämmige Bekannte haben und umgekehrt alle Türkischstämmigen in Deutschland auch deutsche Bekannte haben. Und da, glaube ich, gibt es - gerade vielleicht bei den älteren Generationen - doch noch Probleme.“

Westerwelle bezeichnete die Türkei als „Schlüsselland in einer ganz wichtigen Region“ und „neues Kraftzentrum mit einer überaus dynamischen Wirtschaft an der Grenze von Europa und Asien“. Nie zuvor seien sich Deutsche und Türken so nahe gewesen. „Wir haben allen Grund, bei der Annäherung aneinander nicht nachzulassen: Das gilt für das Miteinander von Deutschen und Türken in Deutschland genauso wie für das Verhältnis zwischen der Türkei und der Europäischen Union.“

Kommentare (11)

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Account gelöscht!

29.10.2011, 17:02 Uhr

Und sofort kommen von Erdogan nur freche Forderungen. Er will bestimmen wr in Diskussionen dabei ist. Hat er hier schon zu bestimmen?
Warum hat er denn das Foto austauschen lassen und wer ist jetzt drauf? Er selbst? Un das machen die detuschen Politiker mit?

KLARTEXT123

29.10.2011, 17:05 Uhr

Als ich vor ca. 35 Jahren mit türkischen Mädchen in einer Fabrik in Norddeutschland gearbeitet habe und wir uns auch sympathisch waren, musste ich feststellen, dass meine türkische Freundin nach Anbruch der Dunkelheit gar nicht alleine oder mit mir, aus dem Haus durfte. So ist unsere Freundschaft eingeschlafen.....Die Kultur war leider zu unterschiedlich. Schade....

Account gelöscht!

29.10.2011, 17:37 Uhr

Klartext,
nimm es mir nicht übel, aber Dein Beitrag ist völlig daneben.

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