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28.04.2011

11:34 Uhr

Ein hölzerner Hammer liegt auf der Richterbank. Quelle: dpa

Ein hölzerner Hammer liegt auf der Richterbank.

Karlsruhe Die Bundesanwaltschaft hat einen 23-jährigen deutschen Staatsangehörigen wegen Unterstützung der islamistischen Terrororganisation „Islamische Jihad Union“ (IJU) angeklagt. Der Mann soll die in Afghanistan aktive Terrororganisation im Jahr 2008 mit Spenden von insgesamt 624 Euro unterstützt haben, wie die Anklagebehörde am Donnerstag in Karlsruhe mitteilte. Spätestens seit 2007 teilte er die Ziele der IJU, die in Afghanistan Anschläge auf NATO-Schutztruppen begeht und dort das islamische Emirat der Taliban wiedererrichten will.

Die Mitglieder der islamistischen IJU stammen überwiegend aus Usbekistan. Nach den Ermittlungen der Bundesanwaltschaft rekrutiert die Organisation aber auch in Europa Mitglieder für ihren militanten Kampf. Wegen der Beteiligung der Bundeswehr an dem Militäreinsatz der NATO in Afghanistan ist auch die Bundesrepublik ins Visier der IJU geraten.

Der deutsche Staatsangehörige Ramazan B. soll 2007 über das Internet Kontakt mit der IJU aufgenommen und ihre Ziele unterstützt haben. Ende 2007 lernte er den Medienverantwortlichen der Organisation bei einem Treffen in Istanbul kennen. Danach leistete er die Geldspenden.

Die Anklage wurde vor dem Oberlandesgericht Stuttgart erhoben. Das Gericht muss jetzt über die Eröffnung der Hauptverhandlung entscheiden.

Von

dapd

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