Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

12.07.2012

09:44 Uhr

800 Millionen Überschuss

Sozialversicherung wieder im Plus

Bei der Sozialversicherung hat es im ersten Quartal einen Überschuss im dreistelligen Millionenbereich gegeben. Dazu haben vor allem die gute Konjunktur und die Lage am Arbeitsmarkt beigetragen.

Der Sozialversicherung geht es weiter gut. dpa

Der Sozialversicherung geht es weiter gut.

Wiesbaden/BerlinDie Kassenlage der Sozialversicherung bleibt gut. Auch im ersten Quartal dieses Jahres gab es einen Überschuss. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Donnerstag berichtete, betrug das Plus 800 Millionen Euro, das waren 700 Millionen Euro mehr als im ersten Quartal des vergangenen Jahres. Maßgeblich seien die gute Konjunktur und die positive Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt.

Die Einnahmen stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 1,7 Prozent auf 129,4 Milliarden Euro, die Ausgaben lagen mit 128,6 Milliarden Euro um 1,2 Prozent über dem Niveau des ersten Quartals 2011.

Die Sozialversicherung umfasst die gesetzliche Kranken-, Unfall- und Rentenversicherung, die soziale Pflegeversicherung, die Alterssicherung für Landwirte sowie die Bundesagentur für Arbeit. Im vergangenen Jahr hatte die Sozialversicherung einen Überschuss von 13,8 Milliarden Euro verbucht.

Die Rentenversicherung schloss mit einem Defizit von 0,9 (Vorjahresquartal: 1,5) Milliarden Euro ab. Mehrere Bundesländer wollen die für 2013 gesetzlich vorgeschriebene Beitragssenkung von 19,6 auf voraussichtlich 19,0 Prozent verhindern. Demnach sollten zunächst die Reserven der Rentenkasse auf etwa 50 Milliarden Euro verdoppelt werden, was Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) und die FDP ablehnen. Der Beitragssatz wird im Herbst per Verordnung vom Bundesarbeitsministerium festgelegt.

Bei der Krankenversicherung halbierte sich der Überschuss im ersten Quartal von 0,9 auf 0,4 Milliarden Euro. Grund dafür war, dass die Ausgaben deutlich stärker stiegen als die Einnahmen. In der sozialen Pflegeversicherung verdoppelte sich das Defizit binnen Jahresfrist auf 0,2 Milliarden Euro. Auch hier legten die Ausgaben kräftiger zu als die Einnahmen.

Kommentare (3)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

HJunghans

12.07.2012, 10:22 Uhr

Diese Überschüsse sollten zu einer Erhöhung der kurzfristigen Liquiditätsreserve und möglichst auch zu einem, wenn auch bescheidenen, Einstieg in eine Kapitaldeckung genutzt werden, statt ständig wechselnd über Erhöhungen oder Senkungen der Beiträge zu diskutieren.

Account gelöscht!

12.07.2012, 10:32 Uhr

Aha, deshalb können jetzt Beiträge gesenkt werden. Natürlich anteilig, je zur Hälfte für Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Müssen die Beiträge dann wieder angehoben werden, wird diese Anteiligkeit vermutlich wegfallen und nur noch der Arbeitnehmer mehr zahlen müssen.

Nehmen wir die angedachte Senkung zur Rentenversicherung: 0,6% weniger heißt für einen Bürger mit einer Bemessungsgrenze von 2000 Euro, das er 6 Euro mehr im Monat zur Verfügung hat.

So kann man die Bürger auch veralbern, last den Beitragssatz wie er ist und baut Rücklagen auf.

LB-Brandt@web.de

12.07.2012, 16:26 Uhr

Diese Überschüsse werden dringend für die Absicherung der Kosten in wirtschaftlich schwächeren Perioden benöttigt.
Aber um was geht es wirklich? Nun die Politik will diese Gelder an die Versicherten auszahlen um damit ein bischen Aufschwung zu erreichen. Ist dieser Mini-Aufschwung dann da, klopft sich die Politik auf die Schulter und erklärt uns, daß wir aufgrund ihrer guten Arbeit ein Wirtschaftswachstum haben. Und geht es dann wieder bergab werden die Beiträge erhöht oder die Sozialversicherung macht Schulden. Das ist solide Politik

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×