Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

21.01.2005

12:59 Uhr

900 000 säumige Patienten bundesweit

Praxisgebührpreller erwartet Säuminsaufschlag

In Schleswig-Holstein müssen gesetzlich krankenversicherte Patienten, die ihre Praxisgebühr nicht gleich bezahlen, künftig einen Säumnisaufschlag von 4 Euro zahlen.

HB KIEL/BERLIN. Wer die vorgeschriebene Praxisgebühr in Höhe von 10 € nicht sofort entrichte, erhalte vom kommenden Februar an ein Formular, mit dem er 14 € überweisen muss, sagte der Sprecher der Kassenärztlichen Vereinigung Schleswig-Holstein, Robert Quentin, am Freitag. Das Bundesgesundheitsministerium betrachtet solche Aufschläge als „mit geltendem Recht nicht kompatibel“. Eine Ministeriumssprecherin forderte am Freitag die Selbstverwaltung von Ärzten und Krankenkassen in dem Bundesland auf, „für Ordnung in den eigenen Reihen zu sorgen“.

Quentin sagte: „Mit dieser Verwaltungsgebühr wollen wir vor allem Druck auf die großen Kliniken und Ambulanzen machen, damit sie die Praxisgebühr gleich von den Patienten einfordern.“ Nach Angaben des Bundesgesundheitsministerium sehen die Bestimmungen bei schriftlichen Mahnungen vor, dass die Portokosten den säumigen Zahlern berechnet werden können. Seit 1. Januar 2004 müssen gesetzlich Versicherte beim Arztbesuch in jedem Quartal zehn Euro bezahlen.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×