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23.01.2015

18:26 Uhr

A400M-Verzögerungen

Von der Leyen macht Airbus schwere Vorwürfe

Die erste A400M wurde mit vier Jahren Verspätung geliefert, bei den restlichen Transportflugzeugen für die Bundeswehr gibt es erneut Verzögerungen. Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen wird deutlich.

Ursula von der Leyen erwartet von Airbus Wiedergutmachung. Reuters

Ursula von der Leyen erwartet von Airbus Wiedergutmachung.

BerlinVerteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) hat Airbus scharf für neue Verzögerungen bei der Lieferung des neuen Bundeswehr-Transportflugzeugs A400M kritisiert. „Hier steht weit mehr auf dem Spiel als das Image eines Industrieunternehmens, es geht um Deutschlands Verlässlichkeit in seinen Bündnissen“, sagte von der Leyen dem Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“.

„Die von Airbus angekündigten erneuten Verzögerungen bei der A400M treffen uns zur ungünstigsten Zeit.“ Sie erwarte, „dass der Konzern alle Hebel in Bewegung setzt, um die Auswirkungen der unternehmensinternen Probleme auf die Bundeswehr so gering wie möglich zu halten“.

Die erste A400M war im Dezember mit vier Jahren Verspätung an die Bundeswehr ausgeliefert worden. Die neuen Transportflugzeuge lösen die bis zu 46 Jahre alten „Transalls“ ab. Insgesamt hat Deutschland 53 Exemplare bestellt. 40 davon erhält die Bundeswehr, 13 sollen weiterverkauft werden.

Damit soll die Bundeswehr attraktiver werden

Prämien und Zuschläge

Die Bundesregierung will die Bundeswehr zu einem der attraktivsten Arbeitgeber Deutschlands machen. Hier wichtige Punkte des gebilligten Gesetzentwurfs.

Prämien und Zuschläge

Um hoch qualifiziertes Personal zu binden, soll auch die Bundeswehr künftig Prämien und Zuschläge auszahlen können. Diese sollen 20 Prozent der ersten Stufe des Grundgehalts betragen, über einen Zeitraum von vier Jahren.

Beförderungschancen

Für die 42.450 Zeitsoldaten mit Mannschaftsdienstgraden sollen Aufstiegschancen verbessert werden. Statt bisher 20 Prozent von ihnen sollen künftig bis zu 50 Prozent die höchste Laufbahnstufe erreichen können.

Altersversorgung

Durch eine Nachversicherung sollen die Renten für Zeitsoldaten verbessert werden. Damit sollen sie zivilen Arbeitnehmern gleichgestellt werden.

Mehr Teilzeit

Bisher können nur Soldaten mit Kindern unter 18 Jahren oder für die Pflege eines Angehörigen Teilzeit arbeiten. Künftig soll es keine Beschränkungen mehr geben.

41-Stunden-Wochen

Erstmals wird es bei der Bundeswehr eine gesetzlich geregelte Arbeitszeit von 41 Stunden in der Woche und Regeln für die Vergütung von Überstunden geben.

Sold

Der Wehrsold soll zum 1. November 2015 um 60 Euro erhöht werden. Das entspricht rund sieben Prozent des derzeitigen Solds von 777 bis 1146 Euro pro Monat.

Erschwerniszulagen

Für besonders schwere Jobs, etwa Minentaucher oder Arbeitsplätze im Bunker, sollen 20 teilweise seit Jahren unveränderte Zuschläge um bis zu 40 Prozent erhöht und drei neue Erschwerniszulagen eingeführt werden. Davon sollen insgesamt 22.000 Soldaten und 500 Zivilbeschäftigte profitieren.

Der „Spiegel“ hatte bereits vor einer Woche über eine Analyse der europäischen Organisation für gemeinsame Rüstungsprojekte (OCCAR) berichtet, nach der in diesem Jahr statt der fünf geplanten bestenfalls zwei Maschinen ausgeliefert werden könnten. Bei der Kontrolle der ersten A400M durch die Bundeswehr im November 2014 sind nach Informationen des Magazins 875 Mängel festgestellt worden.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

23.01.2015, 20:12 Uhr

Von der Leyen macht Airbus schwere Vorwürfe

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Was kann AIRBUS außer in dem USA neue Werke zu bauen

anstatt in Europa...

und den A400M nicht pünktlich auszuliefern ?????







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