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17.11.2011

15:42 Uhr

Ab Juli 2012

Rösler will Solarförderung kürzen

Wirtschaftsminister Philipp Rösler will die Kosten für Strom begrenzen: Ab dem kommenden Sommer sollen neue Solaranlagen nur noch bis zu einer Gesamtleistung von 1000 Megawatt gefördert werden.

2010 hatte der Zuwachs der installierten Fotovoltaik-Leistung noch 7400 Megawatt betragen, für 2011 rechnen die Übertragungsnetz-Betreiber mit einem Plus von 6500 Megawatt. dpa

2010 hatte der Zuwachs der installierten Fotovoltaik-Leistung noch 7400 Megawatt betragen, für 2011 rechnen die Übertragungsnetz-Betreiber mit einem Plus von 6500 Megawatt.

DüsseldorfWirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) will die Solarförderung im kommenden Jahr drastisch kürzen. Ab Juli 2012 sollen nur noch neue Solaranlagen bis zu einer Gesamtleistung von 1000 Megawatt gefördert werden, wie Rösler der „Rheinischen Post“ vom Donnerstag sagte. Strom müsse auch in Zukunft bezahlbar sein, sagte der Minister. „Richtig ist es, bei den größten Kostentreibern anzusetzen. Das ist vor allem die Photovoltaik. Die Reduzierung des Ausbaus auf 1000 Megawatt pro Jahr wird maßgeblich dazu beitragen, die Kosten zu begrenzen“.

2010 hatte der Zuwachs der installierten Fotovoltaik-Leistung noch 7400 Megawatt betragen, für 2011 rechnen die Übertragungsnetz-Betreiber mit einem Plus von 6500 Megawatt. Eine Kürzung auf 1000 Megawatt wäre also eine Kürzung auf weniger als ein Sechstel.

Die zuständige Arbeitsgruppe Energie von Union und FDP hat laut der „Rheinischen Post“ beschlossen, den Ausbau der Photovoltaik ab 1. Juli 2012 auf 1000 Megawatt pro Jahr zu begrenzen. Den Vorschlag für eine entsprechende Änderung des Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) solle Umweltminister Norbert Röttgen (CDU) bis Ende Januar vorlegen.

Darüber sei Röttgen zur Erarbeitung eines Konzepts aufgefordert worden, mit dem sichergestellt wird, dass die EEG-Umlage dauerhaft nicht die Größenordnung von 3,5 Cent pro Kilowattstunde übersteigt. Derzeit liegt die Umlage bei knapp 3,6 Cent. Die deutschen Stromnetz-Betreiber können die kommenden Kosten bislang nicht genau vorhersagen: Ihrer Schätzung zufolge könnte sie 2013 mit 3,66 Cent fast gleich bleiben oder auf bis zu 4,74 Cent steigen.

Von

afp

Kommentare (21)

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MikeM

17.11.2011, 17:19 Uhr

Die Kürzung der unsinnigen Solarförderung ist überfällig. Wenn allerdings Rösler dies fordert, kann man davon ausgehen, dass es so nicht kommen wird!

nicolo

17.11.2011, 17:51 Uhr

Man muss sich wirklich fragen, was die Herren da treiben?! Da wird vor gerade einmal vier Monaten eine neue EEG-Novelle beschlossen (die noch nicht einmal in Kraft ist), und dann wird schon wieder über neue Änderungen fabuliert?! Waren die Herren, die übrigens dem Gesetz auch zugestimmt haben, damals alle im geistigen Tiefschlaf?!
Offenbar wollen hier einige Abgeordnete noch einmal ordentlich ihr "Mütchen kühlen"! Die gleichen Abgeordneten, die offenbar an der Anhebung der Netzumlage um ca. 1 Cent / kWh nichts auszusetzen haben (obwohl diese Erhöhung nur einem "Fehler" im Gesetz geschuldet ist und keinem realen Mehrwert gegenübersteht), finden einen Ausbau von 3,5 GW Photovoltaikleistung pro Jahr bereits für unzumutbar, obwohl diese den Verbraucher nur ca. 0,1 (!) Cent / kWh kostet. Dafür produzieren die Anlagen dann aber auch 3 Mrd. kWh Strom zusätzlich!
Man kann nur den Kopf schütteln!

Sabine

17.11.2011, 18:04 Uhr

Das ist quatsch. Belege?

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