Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

22.06.2017

04:24 Uhr

Abgelehnte Asylbewerber

Spekulationen über neuen Abschiebeflug nach Afghanistan

Wegen der wiederholten Anschläge in Kabul waren die umstrittenen Abschiebungen nach Afghanistan auf Eis gelegt worden. Laut Medienberichten könnte aber kommende Woche wieder ein Flugzeug in Richtung Kabul starten.

Laut Medien könnte bald erneut ein Flugzeug mit abgelehnten Asylbewerbern nach Kabul aufbrechen. dpa

Abschiebung von Flüchtlingen

Laut Medien könnte bald erneut ein Flugzeug mit abgelehnten Asylbewerbern nach Kabul aufbrechen.

BerlinUngeachtet der Krisenlage in Afghanistan könnte nach Medienberichten in der kommenden Woche erneut ein sogenannter Abschiebeflug in Richtung Kabul starten. Nach übereinstimmenden Berichten von NDR und Spiegel Online aus der Nacht zum Donnerstag sollten am Mittwoch abgelehnte Asylbewerber - in diesem Falle Straftäter, Gefährder oder Menschen, die ihre Identität nicht verraten wollen - von Leipzig nach Afghanistan geflogen werden.

Das Bundesinnenministerium wollte diese Informationen laut den Medien weder bestätigen noch dementieren. Man habe darauf verwiesen, dass es sei eine gängige Praxis des Ministeriums sei, um eventuelle Proteste zu verhindern und die Maßnahme nicht zu gefährden.

Auf Anfrage des NDR verwies das Ministerium zudem darauf, die Abschiebungen seien nicht komplett ausgesetzt - Straftäter, Gefährder und Menschen, die ihre Identität nicht preisgeben wollen, dürften weiter nach Afghanistan zurückgeführt werden.

Aufgrund der angespannten Sicherheitslage in Afghanistan stehen die Abschiebeflüge jedoch schon länger in der Kritik. Mehrere Bundesländern hatten sich bereits vor den jüngsten Anschlägen offen gegen die Abschiebepraxis der Bundesregierung gestellt und nur noch in Ausnahmefällen Abschiebungen durchgeführt.

Von

dpa

Kommentare (3)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Herr Holger Narrog

22.06.2017, 09:26 Uhr

Jährlich kommen zig-1000 Afghanen nach Deutschland. Viele erhalten den Status "Ausreisepflichtig". Insofern sollte man denken, dass Grossraumflugzeuge im Dauereinsatz sind. Anscheinend möchten die Politiker die aufwendig angeworbenen "Goldstücke" nicht wieder hergeben.

Die Begründung dass den Afghanen der Terror durch Afghanen nicht zugemutet werden kann, während die Deutschen sich demokratisch mit grosser Mehrheit für mehr Terror im eigenen Land entschieden haben, ist faszinierend.

Herr Hans Henseler

22.06.2017, 09:41 Uhr

Es handelt sich eindeutig um Personen, die kein Anrecht auf Asyl haben, und die
dies selbst verschuldet haben. Afghanistan ist gefaehrlich - und was ist mit den
Millionen Menschen die dort leben? Holen wir die alle?

Herr Peter Spiegel

22.06.2017, 09:47 Uhr

Wie armselig diesedeutsche Regierung doch ist, jeden einzelnen Gast zählen sie in der Zeitung auf, der ausgeflogen wird. Tatsächlich sind Millionen von Illegalen in Deutschland. Illegal ist falsch, Frau Dr. Merkels Gäste muß es heißen. Warum Herr BK Kohl die Dame Generalverräterin nannte ?

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×