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11.10.2011

19:16 Uhr

Abhörbilanz

Mehr als 20.000 Anschlüsse wurden überwacht

Bayern und Hessen überwachen ihre Bürger besonders stark. In 1341 Fällen ließen die bayrischen Behörden die Anschlüsse von Verdächtigen abhören - besonders bei Drogendelikten.

In Hessen wird besonders gründlich überwacht. dpa

In Hessen wird besonders gründlich überwacht.

StuttgartDeutsche Ermittlungsbehörden haben im Jahr 2010 mehr als 20.000 Telefon- und Internetverbindungen überwachen lassen. Dies geht aus dem Jahresbericht des Bundesamts für Justiz hervor, aus dem die „Stuttgarter Nachrichten“ zitierten. Im vergangenen Jahr wurden demnach in Deutschland 5493 Verfahren von Telekommunikationsüberwachung (TKÜ) gegen Tatverdächtige angeordnet. Da diese oft mehrere Festnetzanschlüsse sowie Mobil- und Internetverbindungen nutzen, bezogen sich die Maßnahmen bundesweit auf 3519 Festnetzanschlüsse, auf 16.510 Handy-Verträge und 997 Internetzugänge. Im Vergleich zu 2009 stieg die Zahl der Überwachungen um 400. 

Die meisten TKÜ-Verfahren beantragte der Statistik zufolge das Land Bayern in 1341 Fällen, gefolgt von Baden-Württemberg mit 639 Verfahren. Hessen orderte im vergangenen Jahr mit der Zahl von 3094 die meisten Handy-Überwachungen. Kommunikationsdaten dürfen nur erhoben werden, wenn eine Straftat von erheblicher Bedeutung begangen oder vorbereitet wurde. Am häufigsten beantragten die Behörden 2010 der bereits im Juli veröffentlichten Statistik zufolge die Überwachung bei Drogendelikten und des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz. 

Die bayerischen Behörden stehen derzeit auch unter Druck, weil Ermittler für Online-Durchsuchungen einen Trojaner einsetzten, dessen Ausspäh-Möglichkeiten über den vom Verfassungsgericht erlaubten Rahmen hinausgehen. Bayerns Innenminister Joachim Hermann (CSU) setzte den Einsatz solcher Schnüffelprogramme am Dienstag bis zur Klärung der vom Chaos Computer Club erhobenen Vorwürfe aus.

Von

afp

Kommentare (3)

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We-are-99-Prozent

11.10.2011, 21:39 Uhr

Die meisten Drogen werden ja unter dem NATO Schutz in AFGANISTAN produziert. (90% des Welt-Mohn-Anbaus).

Naja, die Schäuble-Wanzen horchen jetzt bestimmt auch den Buxdesverteidigungsminister ab, denn er gab ja den Befehl zum Schutz der Rauschgiftproduktion.

cashca

12.10.2011, 11:55 Uhr

Mehr als 20.000 Anschlüsse wurden überwacht
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Also, soviele Kriminelle haben wir doch gar nicht- was haben sie dann gelauscht?
Meine etwa auch?
Leute, von mir können sie alles mithören und mitlesen, dann haben sie wenigstens für Momente eine blendende Unterhaltung- sie können dabei auch mal lachen.
Meine Priv. mails sind spannend- es lohnt sich mitzuhören, gönnen wir doch denen das in der dunklen Spionagekammer.

Etwas zum Lachen braucht der Mensch und einen Trojaner.

tommyrasmussen

12.10.2011, 22:14 Uhr

12.10.2011 - Das kostenlose "ArchiCrypt Tool Anti-Bundestrojaner" verspricht, die staatliche Schnüffel-Software aufzuspüren und gegebenenfalls gleich zu entfernen Allerdings funktioniert der Anti-Bundestrojaner derzeit nur auf 32-Bit-Windows-Systemen:
http://www.chip.de/downloads/ArchiCrypt-Tool-Anti-Bundestrojaner_52141670.html

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