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22.01.2005

12:57 Uhr

Abkehr vom Kindergarten in seiner herkömmlichen Form

Frauen-Union will mehr Familienpolitik der CDU

Schon im Vorschulalter sollte nach Ansicht der Vorsitzenden der Frauen-Union, Böhmer, die Ausbildung von Kindern beginnen. Die CDU müsse sich mehr für Familienpolitik einsetzen, forderte sie.

HB BERLIN. Die CDU sollte sich mehr dafür einsetzen, dass Beruf und Familie miteinander vereinbar werden. Das forderte die Vorsitzende der Frauen-Union, Maria Böhmer. Ihre Partei habe trotz Fortschritten in der Familienpolitik und bei der Kindererziehung in dieser Hinsicht Nachholbedarf. «Wir müssen eine Initialzündung geben, damit die Vereinbarkeit von Beruf und Familie besser umgesetzt wird», sagte Böhmer der Nachrichtenagentur dpa.

Auf einem kleinen Parteitag will die CDU an diesem Montag eine Kommission einsetzen, die bis zum Bundesparteitag im Dezember in Karlsruhe die Grundlagen für einen familienpolitischen Leitantrag erarbeiten soll. «Das Betreuungsangebot für Kinder im Vorschulalter und das Angebot von Ganztagsschulen muss in jedem Fall verbessert werden», forderte CDU-Vorstandsmitglied Böhmer.

Sie rief ihre Partei dazu auf, sich schon für eine bessere und umfassendere Ausbildung der Erzieherinnen in Kindergärten einzusetzen. «Es geht nicht nur um Quantität, sondern ganz wesentlich auch um Qualität», sagte sie der dpa.

«Der Kindergarten in seiner herkömmlichen Form, wo Spielen und Betreuung im Vordergrund standen, gehört der Vergangenheit an.» Bereits im Vorschulalter müssten Kinder ausgebildet werden. «Frühkindliche Erziehung hat sich in den vergangenen Jahren ganz erheblich gewandelt, und durch die CDU ist - angestoßen durch die Vorsitzende Angela Merkel - ein Ruck gegangen.»

Dennoch sei die CDU noch nicht ausreichend vom traditionellen Bild der Erziehung im Kindergarten abgerückt, kritisierte Böhmer. «Ich sehe gute Bedingungen dafür, dass wir mit der Kommissionsarbeit und dem Leitantrag dazu die Voraussetzungen schaffen können.»

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