Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

08.09.2011

23:54 Uhr

Absage an die CDU

Künast will die schwarze Kröte nicht küssen

Zehn Tage vor der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus legt sich die Grunen-Spitzenkandidatin Renate Künast fest und gibt der CDu eine Abfuhr. Sie möchte mit der SPD koalieren. Doch deren Kandidat Wowereit ziert sich.

Berlins Regierender Bürgermeister Wowereit, SPD, und die Spitzenkandidatin der Grünen, Künast. dpa

Berlins Regierender Bürgermeister Wowereit, SPD, und die Spitzenkandidatin der Grünen, Künast.

BerlinGrünen-Spitzenkandidatin Renate Künast hat einem schwarz-grünen Bündnis nach der Abgeordnetenhauswahl in Berlin eine Absage erteilt. „Ich werde meiner Partei nicht vorschlagen, eine Koalition mit der CDU einzugehen“, sagte Künast am Donnerstagabend im „Berlin-Duell“ des Senders RBB mit Berlins Regierendem Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD).

Damit äußerte sich Künast zehn Tage vor der Wahl am 18. September erstmals klar gegen ein Bündnis der Grünen mit der CDU. Wowereit legte sich dagegen trotz Beharrens von Künast in der 45 Minuten langen Live-Sendung erneut nicht auf keine Koalitionsaussage zugunsten der Grünen fest.

Nach der jüngsten Wahlumfrage des Meinungsforschungsinstituts Infratest dimap für die ARD liegt die SPD in Berlin mit 29,5 Prozent zwar immer noch klar vorn. Doch im Vergleich zu anderen Umfragen verloren die Sozialdemokraten zwei Punkte. Dafür würde der Piratenpartei die Sensation gelingen, mit 6,5 Prozent erstmals in ihrer fünfjährigen Geschichte in ein Landesparlament einzuziehen, wie der Westdeutsche Rundfunk am Donnerstag mitteilte. Die CDU käme danach mit 22 Prozent auf Platz 2, dicht gefolgt von den Grünen mit 20 Prozent. Für ein schwarz-grünes Bündnis würde das nicht reichen. Doch auch die bisherige rot-rote Koalition in der Hauptstadt hätte danach keine eigene Mehrheit. Die Linke würde elf Prozent erreichen. Die FDP würde mit drei Prozent klar den Wiedereinzug in das Abgeordnetenhaus verpassen.

Knapp die Hälfte der Berliner (49 Prozent) ist der Ansicht, dass eine rot-grüne Koalition aus SPD und Grünen „gut für Berlin“ wäre. Über eine rot-rote Koalition aus SPD und Linken denken dies 33 Prozent, über eine große Koalition aus SPD und CDU 32 Prozent. Künast bekannte sich in dem Fernsehduell erneut dazu, dass die Grünen am liebsten mit der SPD koalieren würden. Wowereit sagte auf nochmalige Nachfrage von Künast ganz zum Schluss nur: „Wir werden eine Koalition machen mit der Partei, mit der wir am meisten sozialdemokratische Inhalte umsetzen können.“ Da gebe es Schnittmengen mit den Grünen und den Linken. Mit der CDU sei das sicherlich weniger zu realisieren.

Von

dpa

Kommentare (4)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Account gelöscht!

09.09.2011, 10:09 Uhr

Die CDU wäre schlecht beraten in dieser unregierbaren und bankrotten Stadt Regierungsverantwortung zu übernehmen, erst recht nicht mit den Grünen. Diesen Schweinestall auszumisten ist unmöglich. Lasst da mal Rot-Grün machen, die können sowiso alles besser, denn sollte wirklich mal der Länderfinanzausgleich wegfallen wird es eh zappenduster in dieser Stadt.

Realist

09.09.2011, 16:29 Uhr

Na ja, Frau Künast will ja eh mit niemanden Zusammenarbeiten und verläßt nach der Wahl die Landespolitik, also muss sie auch niemanden Küssen. Wobei sich die Frage stellt, ob sich die CDU freiwillig von Frau Künast küssen lassen will.

Schade nur, dass man weitere 5 Jahre warten muss, bis es aufwärts geht in Berlin und die anderen Bundesländer müssen weiter für die unfähige Politik bezahlen.

Account gelöscht!

09.09.2011, 16:55 Uhr

Ich beneide Sie für Ihren Optimismus, aber haben sie trotzdem nicht ein paar Nullen hinter der 5 vergessen? Es geht aufwärts sagte der Spatz als er von der Katze die Treppe hinaufgetragen wurde. Ich seh da bei diesen Politikern absolut schwarz.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×