Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

22.07.2012

19:20 Uhr

Abstimmungsmarathon

Wieder Fehler auf Piraten-Parteitag

Die Pannenserie bei der Piratenpartei in Niedersachsen geht weiter: Eine Kandidatenliste für die Landtagswahl von April wurde wegen Wahlfehlern annulliert. Nun ist es auch bei der Folgewahl zu Fehlern gekommen.

Parteitag der Piraten. dpa

Parteitag der Piraten.

WolfenbüttelDie Piratenpartei in Niedersachsen hat sich beim Aufstellen ihrer Kandidatenliste für die Landtagswahl im Januar auch im zweiten Anlauf einen Patzer geleistet. Am Sonntag wählten bei einer ersten Abstimmung nach Angaben einer Sprecherin zwei Jugendliche unter 18 Jahren mit, die gar nicht hätten teilnehmen dürfen. Ergebnis: Die Wahl wurde für ungültig erklärt. Es handelte sich bereits um den zweiten Versuch, die Kandidaten zu bestimmen. Im April hatte ein Parteitag erstmals eine Liste aufgestellt. Allerdings wurde auch diese annulliert, weil mindestens ein Pirat mitgestimmt hatte, der als Bürger eines anderen EU-Landes gar nicht wahlberechtigt war.

Am Sonntag wurde nach der Panne ein weiterer Wahlgang angesetzt. Mit einem Ergebnis wurde nicht vor dem Abend gerechnet. Eigentlich hätten die Delegierten schon am Samstag mit der Listenaufstellung anfangen sollen. Doch zog sich die Abstimmung über das eigentliche Wahlverfahren so in die Länge, dass nur mit der Vorstellung der Kandidaten begonnen werden konnte.

Der Parteitag in Wolfenbüttel hatte auch wegen der Einschränkungen für Journalisten für Unmut gesorgt. Es wurde eine private Zone für öffentlichkeitsscheue Mitglieder ausgewiesen, die etwa ein Drittel aller Sitzmöglichkeiten umfasste. In diesem Bereich sollten die Laptops der Teilnehmer nicht fotografiert und gefilmt werden. Auch Detailaufnahmen und Interviews waren dort tabu. Die Piraten begründeten diesen Schritt mit dem Schutz der Privatsphäre von Parteimitgliedern. Diese Einschränkungen für die Medien waren im Vorfeld vom Deutschen Journalisten-Verband und auch aus den Reihen der Berliner Piratenpartei kritisiert worden.

Die jüngste Umfrage zur Landtagswahl am 20. Januar sieht die Piratenpartei bei sieben Prozent.

Von

dpa

Kommentare (7)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

maui

22.07.2012, 20:19 Uhr

"....öffentlichkeitsscheuer Mitarbeiter.."...was sind das eigentlich für moderne, nicht abgefüllte sondern PudersäckchenFLASCHEN! Politik ist öffentliche Arbeit und es wäre an der Zeit, dass diese einmal anders gestaltet wird als seit 1949 in Deutschland. Auch DIE GRÜNEN sind nach einiger Zeit umgefallen von ihrer politischen und ästhetischen Extravaganz (strickende Parteimitglieder im Plenarsaal) und nun scheinen die politischen Leichen zu kommen! Es wäre dringend Zeit für das Therapiezimmer nach Freud, selbstredend Kuschelatmosphäre-intim, ohne Kameras. Was soll man denn überhaupt wählen?? Den wirtschaftlichen Abgrund oder ganz und gar moderne Politikleichen oder Krasslinks?

norbert

22.07.2012, 21:02 Uhr

In solchen "Privatspären" entsteht "Herrschaftswissen" und wird dort gepflegt.
Liebe Piraten ! Wenn Ihr in der Öffentlichkeit seid, dann solltet ihr zu Euren Idealen stehen.
Die Grünen haben länger standhgehalten.

Tabu

22.07.2012, 21:20 Uhr

Pleiten,Pech und Pannen und jede Menge Rücktritte.
Sowas kann man nur bis 17J. wählen.Danach ist man einfach
schon zu alt für Kindergartenbetreuung.Es sei denn,man
ist um einiges in der Entwicklung zurückgeblieben..


Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×