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18.05.2011

08:06 Uhr

Absturz auf Tiefstwert

Wähler lassen Röslers neue FDP fallen

FDP-Sanierer Rösler kann bei den Bürgern nicht punkten. Trotz Personalveränderungen an Kabinettstisch, Partei- und Fraktionsspitze kommen die Liberalen nicht aus dem Umfragekeller.

Philipp Rösler. Quelle: Reuters

Philipp Rösler.

HamburgIm "Stern"-RTL-Wahltrend gibt die FDP im Vergleich zur Vorwoche einen Punkt ab und fällt zum vierten Mal in diesem Jahr auf ihr Rekordtief von drei Prozent. Die Union gewinnt einen Punkt hinzu, bleibt mit 32 Prozent aber schwach. Die Werte der Oppositionsparteien änderten sich nicht: Die Grünen liegen mit 26 Prozent weiter vor der SPD, die 22 Prozent erreicht. Die Linke verharrt bei neun Prozent. Für "sonstige Parteien" würden acht Prozent der Wähler stimmen.

Bei einem derartigen Wahlergebnis hätten Grüne und SPD (zusammen 48 Prozent) erneut eine absolute Mehrheit der Stimmen.

Als Hauptgrund für das schlechte Abschneiden der FDP nennt Forsa-Chef Manfred Güllner den Wechsel im Wirtschaftsministerium. Der abgelöste Minister Rainer Brüderle sei gerade dabei gewesen, Profil und Zustimmung zu gewinnen. Dagegen werde seinem Nachfolger Philipp Rösler wenig zugetraut.

Dies untermauert eine weitere Umfrage des "Stern", der wissen wollte, inwieweit die wichtigsten Spitzenpolitiker der FDP in den Augen der Bürger ihrem Amt gewachsen sind. Danach halten 53 Prozent der Befragten den neuen Parteichef Rösler als Wirtschaftsminister für ungeeignet - nur 30 Prozent sagen, er sei geeignet.

65 Prozent sehen Außenminister Guido Westerwelle als eine Fehlbesetzung an, 31 Prozent schätzen ihn als geeignet ein. Beim neuen Gesundheitsminister Daniel Bahr halten sich Für und Wider die Waage (37 Prozent "geeignet", 35 Prozent "ungeeignet"). Ihn kennen bislang allerdings nur 57 Prozent der Befragten.

Den neuen Fraktionschef Brüderle sehen 55 Prozent positiv, 27 Prozent halten ihn für das Amt ungeeignet. Die besten Noten erzielt der wiedergewählte Generalsekretär Christian Lindner: 60 Prozent sagen, er sei für das Amt geeignet, lediglich 18 Prozent trauen ihm das Amt nicht zu.

Von

dne

Kommentare (12)

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MonDieu

18.05.2011, 08:35 Uhr

DIESE FDP ist keine liberale Partei mehr. Es ist eine sozialistische Partei mit ein paar netten Einsprenkeln. Sie ist eine der Steigbügelhalterinnen für die Entwicklung Europas in Richtung EUSSR. Jeder liberale Wähler wird das nicht goutieren. Eine solche FDP braucht niemand. Da kann man besser das Original wählen: Die GRÜNEN, die den grünen Sozialismus wollen.

pseudoliberal

18.05.2011, 08:55 Uhr

In einer Welt, die von Liberalisierung durchdrungen wird und nach "Chicago 1970" die Gewinner stärkt, die Verlierer aushungert und auszehrt, braucht es keine Liberalen mehr. Sie sind auch in Deutschland, überflüssig geworden. Hoffentlich bleibt das Umfragetief so oder senkt sich weiter ab!!! Aber, die Menschen, hier speziell die Deutschen sind so dumm und vergessen spätestens nach dem nächsten Ballermannurlaub alles. Nun streuen die Liberalis plötzlich Ideen von Grundsicherungsgeld für Kinder aus. Einst riefen sie doch aus: jeder seines Glückes Schmid!??

Bananarepublican

18.05.2011, 09:06 Uhr

Genau, da gehört die FDP hin - 3%. Denn das ist der Teil der Bevölkerung für die die FDP Gutes tut - Reiche Freiberufler, Selbständige und Privatiers die sich unsolidarisch, egoistisch verhalten und der PKV angehören. Sollten noch andere etwas abbekommen so ist das zur Beförderung der Zuwendungen für die Vorgenannten unausweichlich und zur Tarnung. Vielleicht haben das die rund 15% anderen FDP-Wähler ja inzwischen auch erkannt und die Konzequenz gezogen - Bravo!

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