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04.11.2012

14:15 Uhr

Acht Einträge entfernt

Google löscht Suchergebnisse zu Bettina Wulff

Google hat acht Suchergebnisse zu Bettina Wulff wegen falscher Tatsachenbehauptungen gelöscht. An seiner automatischen Vervollständigung will der Konzern aber festhalten. Die frühere „First Lady“ klagt dagegen.

Die frühere "First Lady" Bettina Wulff. dapd

Die frühere "First Lady" Bettina Wulff.

BerlinDie Anwälte der ehemaligen „First Lady“ Bettina Wulff haben vom Internetkonzern Google auch die Löschung von Suchergebnissen zum Wikipedia-Eintrag und zu Medienberichten gefordert. Von ursprünglich genannten mehr als 3000 Suchergebnissen seien aber nur 8 aufgrund falscher Tatsachenbehauptungen rechtswidrig gewesen und gelöscht worden, erklärte der Internet-Konzern am Sonntag nach einem entsprechenden Bericht der „Bild am Sonntag“. „Das bezieht sich rein auf die geforderte Löschung von Suchresultaten in der Google-Suche, nicht aber auf die Klage und die Autovervollständigung“, betonte ein Google-Sprecher.

Die Gattin des Ex-Bundespräsidenten hatte den US-Konzern im September wegen der automatischen Vervollständigungsfunktion verklagt, weil beim Eintippen des Namens Bettina Wulff auch Vorschläge für Suchanfragen zu einer angeblichen Rotlicht-Vergangenheit auftauchen. Google erklärt, diese Funktion spiegele nur tatsächliche Suchanfragen der Nutzer wider. Es gibt allerdings Fälle, zum Beispiel bei Namen einiger US-Prominenter, bei denen die automatische Vervollständigung abgeschaltet ist.

Vier goldene Regeln im Umgang mit Affären

Rasch reagieren

„Man muss schnell reagieren, um handlungsfähig zu bleiben. Eine Salamitaktik, das scheibchenweise Einräumen von Fehlern, hat noch nie funktioniert", sagt Bernhard Pörksen, Professor für Medienwissenschaft an der Universität Tübingen. Er forscht zu Medienskandalen und Medienethik.

Medienwandel begreifen

Der Professor sagt auch: „Die Salamitaktik funktioniert ganz besonders schlecht unter den gegenwärtigen Bedingungen digitaler Kommunikation, denn bei einem möglichen, eventuell dann wieder fehlerhaften Teilgeständnis ist der Gegenbeweis blitzschnell sichtbar.“

Maximale Transparenz

Ein weiterer Tipp des Experten: „Man muss die Vorfälle schonungslos aufklären und dann mit einer möglichst ernsten, überzeugenden Geste um Verzeihung bitten.“

Image und Inhalt

Ebenfalls sei die Übereinstimmung von Institution und Inhalt laut dem Medienexperten Pörksen sehr wichtig: „Die Art und Weise des Skandalmanagements darf dem eigenen Image und vor allem dem Repräsentationskorsett des Amts, das man ausübt, nicht widersprechen."

Die Klage zur Autovervollständigung werde jetzt an die Google- Zentrale in die USA weitergeleitet, schrieb die „Bild am Sonntag“. Wulffs Anwälte forderten darin die Löschung von 85 Suchbegriffen aus der automatischen Suchergänzung.



Von

dpa

Kommentare (8)

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Account gelöscht!

04.11.2012, 16:17 Uhr

Ich erhalte aber immer noch als Vorschlag:

bettina wulff escort
bettina wulff prostituierte
bettina wulff rotlicht

Welcher Vorschlag ist jetzt noch richtig?

blackstone13

04.11.2012, 16:52 Uhr

Bei mir kommt noch ein vierter:

bettina wulff abzocker

Der triffts nicht schlecht.

LG
Blackstone

GOOGLE_SUCKS

04.11.2012, 17:30 Uhr

Ungeachter des dümmlichen Spotts des Netzmobs sollte man sich einmal objektiv kritisch mit Google und seinem arroganten und selbstgefälligen Netzauftritt auseinandesetzen.

Versuchen Sie mal objektiv falsche Angaben, z.B. auf Google Maps zu korrigieren. Z.B. weil Ihre Adresse wegen eines Umzuges nicht mehr stimmt oder eine Firma an dem angegebenen Ort nicht mehr existiert.

1.Problem: das dürftige und rechtswidrige Google Impressum (wen kann ich wo in Deutschland anrufen????)

2.Problem: Anklicken des Links "Fehler melden" bewirkt rein gar nicht, außer das Google gerne möchte, daß Sie sich "anmelden" ===> der pure Hohn !

3. Wenn Sie Ihre Angaben durchgeklickt haben, passiert NULL, null Action und null feed-back !!

Man kann nur jedermann raten, um Google einen großen Bogen zu machen:
- KEIN ANDROID Smart Phone
- wenn doch, KEINE "Market" Aktivierung oder der "Hintergrunddaten"
- statt mit Google mit Fireball suchen !! Fireball sucht direkter, und werbefrei !!

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