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19.04.2011

00:53 Uhr

Ägypten

Westerwelle geht auf Erkundungstour

Während seines Kairo-Besuchs will sich Bundesaußenminister Guido Westerwelle in der ägyptischen Haupstadt ein Bild von dem Demokratisierungsprozess rund neun Wochen nach dem Sturz von Präsident Mubarak machen.

Bundesaußenminister Guido Westerwelle. Quelle: dpa

Bundesaußenminister Guido Westerwelle.

KairoBundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat sich bei seinem Besuch in Ägypten überraschend zu einem Rundgang durch die Altstadt von Kairo entschlossen, um sich ein Bild vom Alltag der Menschen neun Wochen nach dem Umsturz zu machen.

Rund eine Stunde lang ging Westerwelle am Montagabend nach seiner Landung durch das Basarviertel Khan Al-Kalili, ließ sich mit Frauen und Kindern fotografieren und kehrte spontan in ein Teehaus ein. Immer wieder wurde Westerwelle von Einheimischen angesprochen, einige dankten ihm, dass er sie besucht. Ein alter Mann schenkte dem Außenminister eine Zeichnung, in einem alten Basargeschäft ließ er sich die goldverzierten Suren des Koran erklären. „Ich kann allen nur sagen, es lohnt sich immer wieder nach Kairo zu kommen“, sagte Westerwelle. Dies sei nicht nur touristisch wichtig, sondern auch ein Beitrag, um das Land auf dem Weg zur Demokratie wirtschaftlich zu unterstützen.

Am Dienstag will der Außenminister Gespräche mit dem ägyptischen Außenminister Nabil Al-Araby und mit Ministerpräsident Essam Sharaf führen. Das Militär hat nach der durch Massenproteste erzwungenen Entmachtung von Präsident Husni Mubarak am 11. Februar vorübergehend die Macht übernommen.

Im Herbst soll es Parlaments- und Präsidentschaftswahlen geben. Es ist Westerwelles zweite Kairo-Reise nach dem Mubarak-Sturz. Für den Außenminister ist Ägypten der Schlüsselstaat bei der Frage, ob die Umbrüche im arabischen Raum die Basis für eine dauerhafte Demokratie in der Region legen können.

Von

dpa

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