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20.05.2014

14:43 Uhr

AfD-Anzeige in der taz

„Wir sind eben käuflich“

VonStefan Winterbauer
Quelle:Meedia.de

Die eurokritische AfD hat in der links-alternativen taz eine Anzeige geschaltet. In den sozialen Medien gibt es harte Kritik. Auch von Abo-Kündigungen ist die Rede. Die taz-Redaktion verteidigt sich mit einem Bekenntnis.

taz-Chefredakteurin Ines Pohl und die Anzeige der AfD. Meedia.de

taz-Chefredakteurin Ines Pohl und die Anzeige der AfD.

Die Alternative für Deutschland (AfD) hat in der links-alternativen tageszeitung eine Anzeige zur Europawahl geschaltet. Dier harsche Kritik an der taz in den sozialen Medien konterte die Zeitung mit dem Bekenntnis: „Wir sind eben käuflich.“

Das „käuflich“ ist dabei durchaus im Wortsinne zu verstehen. Zur Erläuterung verlinkt die taz auf einen Hausblog-Beitrag von 2011, in dem die Finanzstruktur der taz offengelegt wird. Demnach finanziert sich die taz nur zu zehn Prozent aus Werbung, den Löwenanteil steuern bezahlte Abos bei.

Will heißen: Die taz ist in Form von Abos und einzelnen Ausgaben eben käuflich. Für ihre Leser. In dem alten Blog-Beitrag argumentiert die Redaktion, dass die taz zwar ohne die Anzeigen überleben könne, dass dafür aber Mitarbeiter entlassen werden müssten, die Seitenzahl reduziert werden müsste oder die Abos deutlich verteuert werden müssten.

Fazit der taz im aktuellen Streit um die AfD-Anzeige: Der Stein des Anstoßes ist ein kleines, blaues Rechteck unten links auf Seite 2 der Berlin-Ausgabe der taz vom Samstag.

Bei Twitter werfen taz-Leser der Zeitung vor, rassistische oder sexistische Anzeigen auch abzulehnen. Die AfD wird teilweise als Nazi-Partei bezeichnet und mit der rechtsextremen NPD in einen Topf geworfen. Die taz argumentiert:

Allerdings lassen sich viele taz-Leser bei Twitter nicht beruhigen und schimpfen weiter. Für die taz ist die Abwägung tatsächlich nicht einfach: Die eigene, empfindliche Leserschaft nicht verärgern oder eine potenziell umstrittene Anzeige drucken. Interessant wäre freilich zu wissen, wie viele der Beschwerdeführer bei Twitter tatsächlich ein taz-Abo besitzen …

Die Veröffentlichung der AfD-Anzeige sorgt auch taz-intern für heiße Diskussionen. Die taz hat als Reaktion auf die Diskussion rund um die AfD-Anzeige am heutigen Dienstag ihre Anzeigen-Richtlinien in der Zeitung veröffentlicht, um zu dokumentieren, dass die Veröffentlichung von den Richtlinien gedeckt ist. Gleichzeitig distanzieren sich sieben taz-Mitarbeiter der Berlin-Redaktion im tazblog von der Veröffentlichung der Anzeige.

Die Unterzeichner schreiben: „Es ist ein Missverständnis, dass die AfD eine rechte Partei wie etwa die NPD sei: eine Partei, in der die sozial Benachteiligten ihren Frust anhand von dumpfen Ressentiments auf 'die Anderen' (Ausländer, Schwarze, Homosexuelle etc.) ablassen können.” Sie bezeichnen die AfD als ein „Elitenprojekt” und unterstellen der Partei „gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit”. Der Beitrag schließt mit den Worten: „Wenn die AfD nicht unter die Anzeigen-Kriterien der taz fällt, aber dennoch menschenverachtende und anti-demokratische Positionen vertritt, müssen wir diese Kriterien dringend anpassen.”

Kommentare (22)

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Account gelöscht!

20.05.2014, 14:55 Uhr

„Gandhi hat einmal gesagt: Wir kämpfen in vier Phasen“, brüllt Hans-Olaf Henkel, EU-Kandidat der AfD, in sein Mikrofon. Eine Gruppe von Antifa-Trommlern in Clownskostümen versucht ihn zu übertönen, doch Henkel holt tief Luft. „Die erste Phase ist: Man versucht uns zu ignorieren!“ Einige Vertreter der Komödiantenpartei „Die Partei“ sind gekommen, sie halten Schilder in die Höhe, auf denen „Heil Henkel!“ steht. „Die zweite Phase ist: Man versucht uns lächerlich zu machen!“ Ein Block von Antifa-Aktivisten schiebt sich in Richtung der Bühne, zwei Dutzend Bereitschaftspolizisten in Einsatzmontur drücken dagegen. „Die dritte Phase ist: Man bekämpft uns! In dieser Phase befinden wir uns gerade“, ruft Henkel und versucht lauter zu sein als der Sprechchor: „Nationalismus raus aus den Köpfen!“

Nun setzen die Polizisten ihre Metallhelme auf, weil einige Linksextreme mit spitzen Regenschirmen hantieren. „Die vierte Phase ist, wie Gandhi sagte: Wir gewinnen!“, brüllt Henkel. Zwischen Trommelbässen und Trillerpfeifen ist leiser Applaus zu hören. Er kommt von einigen AfD-Anhängern, die das Handgemenge vor dem Wahlkampfstand aus sicherer Entfernung beobachten.

http://www.faz.net/aktuell/politik/europawahl/afd-wahlkampf-unter-polizeischutz-12946883.html

+++ AfD-Wahlkampfauftritt in Frankfurt von Links-Autonomen Gewalttätern gestört +++

Ein Skandal ist auch, dass von den Bundesländern Landes-Gelder als "Kampf gegen Rechts", was immer das auch heisst, an die linken "Antifa"-Schläger und Links-Autonome überwiesen wird. Links-Extremismus wird staatlich finanziert in Deutschland. Schweinerei ist das !

Mit Steuergeld wird staatlich geförderte linke Gewalt finanziert in Deutschland. Auch zum Leid der Polizei, die das auch immer ausbaden muss.

Ein SKANDAL ist das Frau Merkel !!

Hans-Olaf Henkel von Chaoten angegriffen, siehe Video

http://www.youtube.com/watch?v=5_mHpw_oky8

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20.05.2014, 15:05 Uhr

"Deutschland rückt auf Platz zwei hinter den USA vor
400.000 Ausländer im Jahr: Einwanderung nach Deutschland nimmt drastisch zu"

http://www.focus.de/finanzen/news/zweiter-rang-hinter-den-usa-oecd-studie-deutschlands-zuwanderung-boomt_id_3858638.html

AfD ist für vernünftige Regulierung der Einwanderung nach Deutschland nach dem Vorbild Kanadas. Es kann nicht sein, dass der deutsche Sozialstaat für eine "offene Bahnhofshalle Europas" geopfert wird. Das müssen die Deutschen mitentscheiden, ob sie das wollen.

ALTERNATIVE auf dem Wahlzettel.

Account gelöscht!

20.05.2014, 15:16 Uhr

Haha, die taz. Auf Youtube (Link leider hier nicht geduldet) ist ein Video veröffentlicht worden in dem ein Journalist der taz sich ohne Fremdeinwirkung hinfallen lässt und plötzlich herum schreit und Aufmerksamkeit möchte, man hätte ihn tätlich angegangen. Dies wurde durch Zufall durch eine schwenkende Kamera aufgenommen. So viel zur Befangenheit oder eben journalistischen "Reife" der taz. Linkes Propagandablatt. Die Werbung darin erachte ich als falsch. Und zwar nicht von Seiten der taz, sondern von der AfD.

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