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19.07.2017

14:51 Uhr

AfD applaudiert Spahn

„Sie vertreten unsere Position“

AfD-Vize Gauland teilte dem CDU-Politiker Spahn mit, dass sich seine Partei mit ihm verbunden fühle. Spahns Debatten seien „richtig und überfällig“, doch er würde durch seine „AfD-Position“ in der CDU „einsam werden“.

Das CDU-Präsidiumsmitglied hatte nach den Übergriffen und Krawallen bei einem Volksfest eine ehrlichere Debatte über die Probleme der Integration in Deutschland gefordert. dpa

Jens Spahn

Das CDU-Präsidiumsmitglied hatte nach den Übergriffen und Krawallen bei einem Volksfest eine ehrlichere Debatte über die Probleme der Integration in Deutschland gefordert.

BerlinWenn es um Integrationsfragen geht, fühlt sich die AfD dem CDU-Präsidiumsmitglied Jens Spahn im Geiste verbunden. „Es ist erfrischend, dass just Sie diese Positionen erwähnen, denn kämen sie von mir, würden sie höchstwahrscheinlich als rechtsradikal abgetan werden“, schrieb AfD-Vize Alexander Gauland am Mittwoch in einem Offenen Brief an Spahn. Auch die Debatte um ein Islamgesetz, die der Staatssekretär im Bundesfinanzministerium angestoßen habe, sei „richtig und überfällig“, lobte Gauland. In der Union werde Spahn durch „die AfD-Positionen, die sie vertreten“, aber sicher bald „einsam werden“, schrieb Gauland, der zusammen mit Alice Weidel das Spitzenteam der AfD für den Bundestagswahlkampf bildet.

Spahn hatte nach den Übergriffen und Krawallen bei einem Volksfest im baden-württembergischen Schorndorf eine ehrlichere Debatte über die Probleme der Integration in Deutschland gefordert: „Schorndorf ist nur ein Sinnbild dafür, was jeden Tag an vielen Orten in Deutschland passiert. Es wird immer klarer, wie groß die Aufgabe der Integration ist“, sagte Spahn der „Welt“ (Mittwoch).

Am Wochenende waren bei dem Fest durch Flaschenwürfe mehrere Menschen verletzt worden, zudem gab es sexuelle Übergriffe. Die Polizei ermittelt gegen drei Afghanen und einen Iraker wegen des Verdachts sexueller Belästigung. Die deutsche Gesellschaft laufe Gefahr, antisemitischer, schwulenfeindlicher, machohafter und gewaltaffiner zu werden, sagte Spahn.

Von

dpa

Kommentare (3)

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Novi Prinz

19.07.2017, 16:22 Uhr

Na , da wird der Herr Spahn sich aber freuen ! Aber zur A f D wird er wohl nicht wechseln wollen .

Herr Peer Kabus

19.07.2017, 16:56 Uhr

Da wäre Herr Spahn tatsächlich wohl nicht so willkommen.

Denn Herr Spahn ist nicht für Ausschaffung - sondern für Integration.

Das er sich für einen Aufnahmestopp und Grenzsicherung ausgesprochen hat, habe ich auch noch nie vernommen.

Auch scheint ihm der Gedanke fremd zu sein, durch konsequentes Einsammeln zugereister Starftäter in Sammelstellen bis zu deren Ausreise zum Schutz der Bürger einen sinnvollen Beitrag leisten zu wollen.

Die CDU ist und bleibt seine "Heimat" vergiftetes Lob hin oder her.

Herr Günther Schemutat

19.07.2017, 17:03 Uhr

Das in der heutigen Bundes CDU keiner der Abgeordneten, seine freie Meinung ohne Rücksprache mit Merkel halten kann , ist bekannt, In den Landesparlamenten
ist es begrenzt noch möglich , wie man in Hamburg gesehen hat , als die CDU den Rücktritt von Scholz zurecht forderte. Gleich war Merkel am Telefon und hat der Hamburger CDU ihre Meinung gegeigt. Hoffentlich fällt die nicht um . Nicht einmal die AFD f in Hamburg fordert den Rücktritt von Scholz und liegt ihm zu Füssen.

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