Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

02.09.2013

13:34 Uhr

AfD-Chef Lucke

Keine Zusammenarbeit mit Euro-Rettungsparteien

Die Euro-Kritiker von der Alternative für Deutschland hoffen nach wie vor auf einen Bundestag-Einzug. Mehrheitsbeschaffer wolle man aber nicht werden – Kooperation mit Euro-Rettungsparteien schließt der Partei-Chef aus.

In Meinungsumfragen wird die AfD derzeit nur bei 3 Prozent gesehen. Lucke zweifelte diese Daten an. dpa

In Meinungsumfragen wird die AfD derzeit nur bei 3 Prozent gesehen. Lucke zweifelte diese Daten an.

DüsseldorfBei einem Einzug in den Bundestag will die Alternative für Deutschland (AfD) auf keinen Fall mit Parteien zusammenarbeiten, die an der Euro-Rettungspolitik festhalten. Eine Abkehr vom Rettungskurs wäre für seine Partei Grundvoraussetzung für jede Kooperation, sagte Parteichef Bernd Lucke am Montag in Düsseldorf. „Mehrheitsbeschaffer sind wir überhaupt nicht.“

In Meinungsumfragen wird die eurokritische Partei derzeit nur bei 3 Prozent gesehen. Lucke zweifelte diese Daten an. In Wahlbörsen und Prognosen, die auch Wählermeinungen in sozialen Netzwerken berücksichtigten, schneide die AfD deutlich besser ab.

Nach den Attacken auf ihn und andere Mitglieder der AfD setzt Lucke in den letzten Wahlkampfwochen verstärkt auf das Thema Innere Sicherheit. Es könne nicht sein, dass der Staat autonome Gruppen und kriminelle Strukturen dulde, obwohl sie wiederholt durch Straftaten auffielen, kritisierte er. Darauf müsse auch mit Verboten reagiert werden, etwa bei randalierenden Rockerbanden wie den Hells Angels.

Um ihre Euro-Kritik zu untermauern, will die AfD notfalls über den Klageweg beweisen, dass ein Ausstieg südeuropäischer Staaten aus dem Euro durchaus auch von staatlichen Institutionen erwogen werde. Die Bundesbank habe entsprechende Szenarien durchgerechnet, halte diese Informationen aber unter Verschluss, sagte Lucke.

Von

dpa

Kommentare (28)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Karsten

02.09.2013, 16:09 Uhr

Keine Zusammenarbeit mit Euro-Rettungsparteien!

Bei 3 Prozent, brauchen sie das auch nicht!

Eddie

02.09.2013, 16:12 Uhr

"Kooperation mit Euro-Rettungsparteien schließt der Partei-Chef aus."

Das kann er gerne - mit hoechstens 2 - 3% der Stimmen wird er nicht in die Verlegenheit kommen, sich einen Koalitionspartner suchen zu muessen. Als Besucher darf er sich vielleicht trotzdem mal den Bundestag anschauen. Fraglich ist auch, ob Mutti mit so einer rechtslastigen neoliberalen Sekte koalieren wuerde ("Spielt nicht mit den Schmuddelkindern, singt nicht deren Lieder") - statt sich mit den rechthaberischen ewig Gestrigen dieser Sekte herumzuaergern, waere wohl eher eine grosse Koalition angebracht (lt. Umfragen wuenschen das ja auch viele Waehler).

herrimhimmel2002

02.09.2013, 16:27 Uhr

äh, und wo bitte steht in deren Parteiprogramm auch der HAUCH von rechtsradikalem Gedankengut?
Und die 2-3 Prozent zweifele ich auch sehr an. Ich tippe langsam auf 10-20 Prozent. Man unterhält sich ja auch mit anderen Menschen live und nicht nur im Internet.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×