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16.06.2015

18:56 Uhr

AfD-Parteitag

Petry will gegen Lucke antreten

Seit Monaten gibt es ein heftiges innerparteiliches Ringen um die AfD-Führungsspitze. Bernd Lucke strebt bislang die alleinige Parteiführung an. Auf dem Bundesparteitag muss er wohl gegen seine Ko-Sprecherin antreten.

Derzeit gibt es bei der AfD eine Dreierspitze aus Bernd Lucke, Frauke Petry und dem dritten Ko-Sprecher Konrad Adam. dpa

Bernd Lucke und Frauke Petry

Derzeit gibt es bei der AfD eine Dreierspitze aus Bernd Lucke, Frauke Petry und dem dritten Ko-Sprecher Konrad Adam.

BerlinAfD-Sprecherin Frauke Petry will auf dem Bundesparteitag Anfang Juli gegen ihren derzeitigen Ko-Sprecher und innerparteilichen Kontrahenten Bernd Lucke antreten. Diese Kampfkandidatur sei notwendig, weil sie und Lucke für unterschiedliche Führungsstile stünden, sagte Petry dem „Münchner Merkur“ (Mittwochsausgabe). „Lucke steht für einen autoritären Führungsstil und den fehlenden Mut, die gesamte Breite der politischen Themen in die Öffentlichkeit zu bringen.“

Die AfD brauche aber „Mut und Integrationskraft um die unterschiedlichen Strömungen zu vereinen“, sagte Petry weiter. Die Partei müsse nun entscheiden, welchen politischen Weg sie für die AfD vorsehe. Petry steht für den nationalkonservativen Flügel der Partei, Lucke für den wirtschaftsliberalen Flügel.

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Frauke Petry sieht die Hauptverantwortung für die AfD-Krise bei Bernd Lucke. Im Interview zieht die Co-Parteichefin schonungslos Bilanz und erklärt, wie die zerstrittene Partei wieder zusammenfinden kann.

Um die neue Führungsspitze, die auf dem Parteitag gewählt werden soll, gibt es seit Monaten ein heftiges innerparteiliches Ringen. Lucke strebt bislang die alleinige Parteiführung an. Derzeit gibt es eine Dreierspitze aus Lucke, Petry und dem dritten Ko-Sprecher Konrad Adam.

Von

afp

Kommentare (10)

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Herr Jens Großer

16.06.2015, 19:17 Uhr

Ich begrüße diese Kampfkandidatur Petrys absolut. Es muss zu einer Entscheidung kommen denn der aktuelle Zustand ist ja untragbar. Ganz egal wie es ausgeht, muss die jeweilige Gegenseite das Ergebnis akzeptieren oder eben aus der Partei austreten.

Herr Franz Paul

16.06.2015, 19:33 Uhr

Genau so ist es! Und: eine Lucke-AfD/FDP 2.0 braucht niemand. Dann lieber das Original.

Herr C. Falk

16.06.2015, 19:37 Uhr

Lucke hat leider die AfD durch seinen eigensinnigen Führungsstil in eine Krise geführt, die bei einer anderen mehr moderaten Persönlichkeitsstruktur des Herrn Lucke so nicht eingetreten wäre.

Prof.Karl Albrecht Schachtschneider hat der AfD geraten, "macht niemals einen Professor zum Parteivorsitzenden"

Schchschneider, der selber Professor ist, kennt seine Kollegen, die zur Selbstherrlichkeit neigen und gerne ihre "Lehrmeinung" als absolut setzten.

Lucke ist ein guter Fachmann auf seinem Gebiet, als Parteivorsitztender ist er
ungeeignet.

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