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09.02.2013

13:44 Uhr

Affäre um Doktortitel

Merkel und Schavan kündigen Statement an

Die Entscheidung über die politische Zukunft von Annette Schavan ist offenbar gefallen. Zusammen mit Kanzlerin Merkel wird sie am Nachmittag eine Erklärung abgeben. In Koalitionskreisen wird bereits gemunkelt.

Annette Schavan mit Kanzlerin Angela Merkel: Ist nach dem Doktortitel auch das Amt weg? Reuters

Annette Schavan mit Kanzlerin Angela Merkel: Ist nach dem Doktortitel auch das Amt weg?

BerlinÜber das politische Schicksal der in eine Plagiatsaffäre verstrickten Bildungsministerin Annette Schavan ist offenbar eine Entscheidung gefallen. Die Bundesregierung kündigte an, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel und Schavan um 14.00 Uhr gemeinsam vor die Presse treten. Merkel hatte sich nach der Aberkennung von Schavans Doktortitel durch die Universität Düsseldorf nicht klar zur politischen Zukunft der Ministerin geäußert, mit der sie ein besonders enges Vertrauensverhältnis verbindet. Nach Abschluss des EU-Gipfels in Brüssel hatte sie am Freitag lediglich ein Gespräch mit Schavan angekündigt.

Nach Angaben aus Koalitionskreisen wird die Bildungsministerin zurücktreten. Bundeskanzlerin Angela Merkel und Schavan würden dies am Samstag in Berlin bekanntgeben, hieß es in mehreren Stellen der schwarz-gelben Koalition.
Die Ministerin, die alle Plagiatsvorwürfe bestreitet und Klage gegen den Universitätsbeschluss angekündigt hat, war am Freitagabend von einer Dienstreise aus Südafrika zurückgekehrt. Nach ihrer Ankunft in Berlin hatte sie sich im Fonds ihres Dienstwagens eine Jacke über den Kopf gehalten, um sich vor dem Blitzlichtgewitter der Fotografen zu schützen.

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Heute kommt Annette Schavan zurück nach Berlin. Dort berät sie sich mit Kanzlerin Merkel.

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Von

rtr

Kommentare (6)

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UNDWEGDAMIT

09.02.2013, 13:15 Uhr

Alles andere als ein Rücktritt dieser Etikettenschwindlerin wäre unangebracht. Man sollte sämtliche Bezüge der letzten 30 Jahre von dieser Fälscherin zurück verlangen. Was erlauben Schavan und Merkel?

Falk

09.02.2013, 13:34 Uhr

Jeder ist ersetzbar, auch eine Frau Schavan. Frau Schavan steht kein Deut besser da als ein Guttenberg, dessen Rücktritt vom Amt sie als angemessen ansah.
Es wird also zu einem Rücktritt kommen, alles andere wäre eine Riesenüberraschung und nicht nachvollziebar.

AngelahDarcDeMeckPomm

09.02.2013, 13:35 Uhr

Jede Revolution hat ihren Preis.

Diesmal der unausweichlicher Rücktritt von Frau Schavan, falls die "Demokratur" noch läbet darf! Die Reihen lichten sich immer mehr und drittklassiges Personal kommt zum Zuge. Eine Frage an Signore Trappatoni, wann hat Frau Merkel Flasche leer?

Die Genossen genießen den Fall Schavans in vollen Zügen. Die Ausnahme: Peer Steinbrück; denn es wird wohl kommen, daß er nur Vizekanzler werden kann, weil er sonst auch nichts im Schilde führt. Wäre auf Grund dessen die Sozialdemokratie die Weichen für eine vorzeitige Ablösung dieser Revolutionärin, was wäre gewonnen?

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