Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

13.04.2017

14:53 Uhr

Affäre Wendt

Jäger wehrt sich gegen Täuschungsvorwürfe

Der Polizeigewerkschafter Rainer Wendt hat jahrelang in NRW ein Teilzeitgehalt als Polizist bezogen, ohne dafür zu arbeiten. Innenminister Jäger wird vorgeworfen das sein Ministerium davon schon 2012 gewusst hätte.

Die CDU wirft dem Innenminister von NRW vor, das Parlament über die Rolle seines Ministeriums getäuscht zu haben. dpa

Ralf Jäger (SPD)

Die CDU wirft dem Innenminister von NRW vor, das Parlament über die Rolle seines Ministeriums getäuscht zu haben.

DüsseldorfNordrhein-Westfalens Innenminister Ralf Jäger (SPD) wehrt sich gegen Täuschungsvorwürfe in der Affäre um den Polizeigewerkschafter Rainer Wendt. Eine vor kurzem bekannt gewordenen Mail aus dem Jahr 2012 belege nicht, dass das Innenministerium frühzeitig von dem Fall gewusst habe, sagte Jäger am Donnerstag im Innenausschuss des Landtags in Düsseldorf. Die CDU wirft Jäger hingegen vor, das Parlament über die Rolle des Ministeriums getäuscht zu haben.

Der Vorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt, hatte jahrelang in NRW ein Teilzeitgehalt als Polizist bezogen, aber nicht dafür gearbeitet.

NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft: Immer wieder Herz über Kopf

NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft

Premium Immer wieder Herz über Kopf

Seit 2010 regiert Hannelore Kraft NRW. Die Menschen nennen sie liebevoll Landesmutti, ihre Umfragewerte sind gut. Mit ihrer wirtschaftlichen Bilanz kann das nichts zu tun haben – sie ist ernüchternd.

Das WDR-Magazin „Westpol“ hatte die Mail öffentlich gemacht. Darin soll Wendts ehemaliger Chef die genaue Absprache mit dem NRW-Innenministerium über dessen Beschäftigung beschrieben haben. Demnach wäre Jägers Ministerium schon 2012 über die Details des Falls informiert gewesen.

Jäger betonte in der Sondersitzung des Innenausschusses hingegen, die Mail belege nicht, dass die Beamten gewusst hätten, dass Wendt Bezüge ohne Gegenleistung bekomme. Der Staatssekretär im Innenministerium, Bernhard Nebe, warf der CDU vor: „Sie geben diesem Vermerk eine Bedeutung, die ihm nicht zukommt.“

Von

dpa

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×