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16.01.2011

19:16 Uhr

Afghanistan

Guttenberg rechnet mit schweren Gefechten

Minister Guttenberg glaubt, dass die Kämpfe in Afghanistan auf einen Höhepunkt zusteuern. Auf den Beginn des Truppenabzugs Ende 2011 will er sich nicht festlegen. Das sieht nicht nur Guido Westerwelle ganz anders.

Ein Bundeswehr-Soldat der Schutztruppe Kunduz bei einem Feuergefecht mit Aufständischen. Quelle: DAPD

Ein Bundeswehr-Soldat der Schutztruppe Kunduz bei einem Feuergefecht mit Aufständischen.

HB BERLIN. Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) rechnet mit schweren Gefechten für die Bundeswehr in Afghanistan. „Dieses Jahr wird ein hochintensives bleiben“, sagte Guttenberg der „Welt am Sonntag“. Die aufständischen Taliban spürten den zunehmenden militärischen Druck der Bundeswehrtruppen, ihre Reaktionen würden immer verzweifelter und damit gewalttätiger. „Die Verantwortlichen vor Ort schätzen die Lage im Moment so ein, dass wir uns einer Art Kulminationspunkt nähern“, sagte der Minister.

Der Bundestag will am 28. Januar über das neue Mandat entscheiden, mit dem der Afghanistan-Einsatz um zwölf Monate verlängert werden soll. Auf einen konkreten Abzugstermin hat sich die Bundesregierung nicht festgelegt. Angestrebt wird, dass der Rückzug Ende 2011 beginnt, wenn die Lage es erlaubt. Die Formulierung geht auf einen Kompromiss zwischen Außenminister Guido Westerwelle (FDP) und Verteidigungsminister zu Guttenberg zurück. Westerwelle wollte einen genauen Termin festlegen, Guttenberg bestand auf Einschränkungen.

Zwei Wochen vor der Bundestagsentscheidung über das weitere Afghanistan-Mandat macht sich SPD-Chef Sigmar Gabriel seit Sonntag am Hindukusch ein Bild von der Lage. Zusammen mit weiteren SPD-Politikern will er in den Feldlagern in Kundus und Mazar-i-Scharif mit deutschen Soldaten sprechen. In Kabul steht ein Treffen mit dem afghanischen Präsidenten Hamid Karsai auf dem Programm.

SPD und Grünen beharren dagegen auf einem konkreten Abzugsplan. „Wenn sich die Regierung darüber einig wird, dass das Jahr 2011 für den Beginn des Abzugs der Bundeswehr festgelegt wird, ist die Verständigung mit der SPD über eine Verlängerung des Mandats möglich“, sagte Steinmeier. Zurzeit wird in der SPD-Fraktion mit zahlreichen Gegenstimmen und Enthaltungen gerechnet.

Kommentare (1)

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RoRo

17.01.2011, 00:51 Uhr

Luftwaffe hat Radar.Minen-Radar hat keiner erfunden?

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