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07.01.2015

11:27 Uhr

Agentur für Arbeit

2,764 Millionen Deutsche sind ohne Job

Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im Dezember um 47.000 auf 2,764 Millionen gestiegen. Das sind 110.000 weniger als vor einem Jahr. Der für die Wintermonate übliche Anstieg fiel geringer aus als erwartet.

Positive Entwicklung

Arbeitslosigkeit in Deutschland auf Rekordtief

Positive Entwicklung: Arbeitslosigkeit in Deutschland auf Rekordtief

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Nürnberg/Brüssel/BerlinDie Arbeitslosigkeit in Deutschland hat zum Jahresende den geringsten Dezember-Wert seit der Wiedervereinigung erreicht. Die Bundesagentur für Arbeit (BA) registrierte im Dezember 2,764 Millionen Arbeitslose.

Das seien 47.000 mehr gewesen als im November, aber 110.000 weniger als im Dezember 2013, teilte die Behörde am Mittwoch in Nürnberg mit.

Der Dezember-Bestwert aus dem Jahr 1991 wurde damit um 5000 Arbeitslose unterschritten. Die Arbeitslosenquote lag bei 6,4 Prozent. Im Jahresdurchschnitt 2014 ging die Arbeitslosigkeit um 52.000 auf 2,898 Millionen bei einer Quote von 6,7 Prozent zurück.

„Trotz geringer wirtschaftlicher Impulse hat sich der Arbeitsmarkt positiv entwickelt“, sagte BA-Chef Frank-Jürgen Weise. „2014 waren weniger Menschen arbeitslos als ein Jahr zuvor, Beschäftigung und Einstellungsbereitschaft der Betriebe sind gewachsen.“

Auch zum Jahresende habe sich der Arbeitsmarkt günstig entwickelt. Der für die Jahreszeit übliche Anstieg sei geringer ausgefallen als in den Vorjahren. Unter Herausrechnung der Saisonfaktoren sei die Arbeitslosigkeit daher um 27.000 gefallen. Experten hatten eine Abnahme um 6000 erwartet.

Die Arbeitslosigkeit in der Euro-Zone ist im November zum dritten Mal in Folge leicht gestiegen. Dies zeigt, dass sich die schwache Konjunkturerholung bisher kaum auf den Stellenmarkt niederschlägt, wie am Mittwoch aus Daten des europäischen Statistikamts Eurostat hervorgeht.

Demnach waren rund 18,4 Millionen Männer und Frauen auf Jobsuche - und damit 34.000 mehr als im Oktober. Binnen Jahresfrist hingegen sank die Zahl der Arbeitslosen um 522.000. Die um jahreszeitliche Schwankungen bereinigte Arbeitslosenquote verharrte den vierten Monat in Folge bei 11,5 Prozent.

Spitzenreiter mit der niedrigsten Arbeitslosigkeit nach vergleichbarer EU-Rechnung ist Österreich mit einer Quote von 4,9 Prozent vor Deutschland mit 5,0 Prozent. Schlusslichter sind unverändert Griechenland mit 25,7 Prozent (im September) und Spanien mit 23,9 Prozent.

In Italien, das neben Frankreich als eines der größten Sorgenkinder in der Euro-Zone gilt, kletterte die Arbeitslosigkeit auf einen Rekordwert von 13,4 Prozent.

Kommentare (7)

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Herr Günther Schemutat

07.01.2015, 11:18 Uhr

Die Bad Bank für Menschen Hartz IV, wurde schlicht vergessen und dann sind wir tasächlich bei über 5 Millionen Arbeitslose. Soviel wie Schröder und sein Partner Fischer hatten , als sie Hartz IV einführten. Die Mogelpackung wurde nie aufgelöst.

Was mich mal interessiert, gibt es eine Tabelle der Berufe die Arbeitslose ja angeben müssen, um mal zu sehen wo es den hakt , dass Unternehmen im Chor mit der Politik nach immer mehr Zuwanderung rufen ,weil 5 Millionen Arbeitslose nicht gebraucht werden oder vom Beruf her unqualifiziert sind??????

Wohl zu gefährlich für die Politik!

Herr Manfred Zimmer

07.01.2015, 11:19 Uhr

"Die Arbeitslosigkeit in Deutschland hat zum Jahresende den geringsten Dezember-Wert seit der Wiedervereinigung erreicht"

Wie hoch ist denn die tatsächliche Arbeitslosigkeit wirklich? D.h. Arbeitslosigkeit ohne Trickserei.

Man stelle sich nur vor, dass diese Leute Arbeit hätten, gingen aber nicht zu ihrem "Job"?


Die Fage ist ernster gemeint, als die Antwort zu der sie einlädt. Es ist mir klar, dass diese Antwort lautet:

Das wären dann alles Politiker. Wir sehen es täglich in den Nachrichten, wenn der quasi leere Bundestag gezeigt wird. In dieser Zeit unterstützen die Abgeordneten die Pegida-Demonstranten und die anderen machen "Home Office".

"Home Office" wäre ohnehin ein netterer Ausdruck für Arbeitslosigkeit.

Herr Manfred Zimmer

07.01.2015, 11:28 Uhr

Der Vergleich hakt irgendwie.

Haben Sie schon einmal einen Arbeitslosen gesehen, der mehr als 1,3 mio. Euro jährlich erhält? Ich unterstelle, dass Sie primär Herrn Blessing ansprechen (http://www.handelsblatt.com/unternehmen/management/koepfe/jahresgehalt-vorstaende-ueberfluegeln-commerzbank-chef/9649602.html)

In der Tat, hätte der Staat die Commerzbank nicht kräftig mit Euros angefüttert, hätte der Mann keinen Job mehr, wäre arbeitslos. Aber auch das wäre nur die halbe Wahrheit, wenn man die nicht gezahlten Zinsen für die "Futterkosten" auch noch mit einrechnet.

Ihre feine Unterscheidung ist schon korrekt. Wir reden von der einen und der anderen Arbeitslosigkeit. Dabei berichten die Medien nur von der "einen" Arbeitslosigkeit. Würde man auch von der "anderen" Arbeitslosigkeit reden bzw. berichten, wäre das Abgrenzungsproblem wohl zu groß, quasi nicht beherrschbar.

Dennoch gebe ich Ihnen völlig recht. Wenn wir von Kosten von Strukturmaßnahmen reden, dann gehören nicht nur die Kosten für Mitarbeiterschulungen dazu sondern auch die Kosten der Strukturmaßnahmen "Bad Bank" dazu.

Völlig richtig!

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