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02.10.2013

14:09 Uhr

Aigner bekommt Ministerposten

Kreuzer zum CSU-Fraktionschef gewählt

Bayerns Ministerpräsident Seehofer hat seine erste Personalentscheidung getroffen: Thomas Kreuzer wird neuer Fraktionschef im Landtag. Damit werden sich Seehofers Kronprinzen und -prinzessinnen im Kabinett begegnen.

Neuer CSU-Fraktionschef Thomas Kreuzer: 96 von 99 Stimmen entfielen auf ihn. dpa

Neuer CSU-Fraktionschef Thomas Kreuzer: 96 von 99 Stimmen entfielen auf ihn.

MünchenDer bisherige Staatskanzleichef Thomas Kreuzer ist neuer CSU-Fraktionschef im Bayerischen Landtag. Der 54-Jährige wurde in einer Fraktionssitzung am Mittwoch mit überwältigender Mehrheit gewählt, wie Fraktionssprecher Franz Stangl mitteilte. Kreuzer erhielt demnach 98 Prozent der Stimmen. Ministerpräsident und CSU-Chef Horst Seehofer hatte Kreuzer für den Posten vorgeschlagen. Als Grund nannte er unter anderem dessen hohe Akzeptanz in der Fraktion. Die Wahl war dann nur noch Formsache.

Sein neues Kabinett will Seehofer erst in der kommenden Woche bekanntgeben – nach seiner Wahl zum Ministerpräsidenten. Sicher ist aber damit, dass die bisherige Bundesagrarministerin Ilse Aigner einen wichtigen Ministerposten bekommen wird. Aigner und ihr innerparteilicher Rivale Markus Söder bekämen „spürbar aufgewertete Ressorts“, sagte Seehofer. Darauf habe er sich im Gespräch mit beiden geeinigt. Weitere Details sowie die Liste der übrigen Landesminister wolle er erst in der kommenden Woche nennen. Söder führt bislang das Finanzministerium im Freistaat und gilt in Konkurrenz zu Aigner als Favorit für das Thronerbe des Ministerpräsidenten. Die bisherige Verbraucherschutzministerin in Berlin könnte ein „Superministerium“ mit der Verantwortung für Wirtschaft, Energie und Medien an der Isar bekommen, war im Vorfeld gemutmaßt worden.

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Kreuzer, früher Staatsanwalt und Richter, sitzt seit 1994 für die CSU im Landtag. Im Jahr 2003 wurde der Kemptener stellvertretender Fraktionschef, 2008 dann Parlamentarischer Geschäftsführer – er wird deshalb als Fraktionsmanager geschätzt. 2011 holte ihn Seehofer ins Kabinett, erst als Kultusstaatssekretär, dann als Staatskanzleichef.

Am Mittwoch erhielt Kreuzer 96 von 99 abgegebenen Stimmen. Es gab zwei Nein-Stimmen und eine Enthaltung. Enthaltungen werden bei der CSU bei der Ermittlung des Prozent-Ergebnisses nicht mitgezählt.

Kommentare (1)

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timmiboy

03.10.2013, 00:55 Uhr

In den Medien spricht man schon von König Horst. So ein Schmarrn!
Lieber Kaiser in Bayern als Kanzler in Berlin! (FJS)

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