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26.02.2014

20:39 Uhr

Airbus

Bundesregierung sieht keine Gründe für Stellenabbau

ExklusivDer Airbus-Chef Thomas Enders will 5800 Stellen streichen – doch die Bundesregierung sieht dafür angesichts der guten Geschäftszahlen keinen Grund. Vor allem die hohen Auftragseingänge stimmen die Regierung optimistisch.

Ein Airbus A380: Die Kürzungspläne der Chefetage hatten heftige Proteste der Gewerkschaften ausgelöst. ap

Ein Airbus A380: Die Kürzungspläne der Chefetage hatten heftige Proteste der Gewerkschaften ausgelöst.

BerlinDie Bundesregierung sieht angesichts der guten Geschäftszahlen keinen Grund für den geplanten Stellenabbau beim Luftfahrt- und Rüstungskonzern Airbus. „Insbesondere die hohen Auftragseingänge stimmen optimistisch für eine längerfristige positive Entwicklung und damit Stabilität für Beschäftigung an den europäischen Standorten“, sagte die Koordinatorin der Bundesregierung für Luft- und Raumfahrt, Brigitte Zypries (SPD), dem Handelsblatt (Donnerstagausgabe).

Airbus-Chef Tom Enders plant, wegen fehlender Aufträge im Rüstungsgeschäft 5.800 Stellen in Europa zu streichen, 2.800 davon in Deutschland. Der Konzern sucht bislang vergeblich nach Exportkunden für seinen Kampfjet Eurofighter und zeigte sich bei der heutigen Bilanzpressekonferenz in Toulouse wenig zuversichtlich, bald Aufträge einzusammeln. Die Kürzungspläne hatten heftige Proteste der Gewerkschaften ausgelöst.

Im Streit zwischen Konzern und Bundesregierung um die Anschubfinanzierung des neuen Langstreckenjets A350 zeigte sich Zypries gesprächsbereit: „Dieses Angebot an Airbus ist nach wie vor aktuell“, sagte die Staatsekretärin im Wirtschaftsministerium. Allerdings müsse Airbus seine entsprechenden Zusagen im Zusammenhang mit dem Darlehensvertrag umsetzen. Berlin hält bislang einen Kredit über 600 Millionen Euro zur Entwicklung des A350 zurück, weil ein zu geringer Teil der Wertschöpfung in Deutschland stattfinde.

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