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22.07.2015

14:31 Uhr

Akademischer Austauschdienst

Erstmals mehr als 300.000 Ausländer an deutschen Hochschulen

In fünf Jahren sollen 350.000 Ausländer in Deutschland studieren – so der Plan von Bund und Ländern. Ein neue Datensammlung des Akademischen Austauschdiensts zeigt: Das Ziel könnte schon früher erreicht werden.

Nach den USA und Großbritannien ist Deutschland das beliebteste Gastland für ausländische Studierende. dpa

Große Beliebtheit

Nach den USA und Großbritannien ist Deutschland das beliebteste Gastland für ausländische Studierende.

BerlinJeder neunte Student an deutschen Universitäten und Hochschulen stammt inzwischen aus dem Ausland – Tendenz steigend. Insgesamt waren es 2014 etwa 19.000 (plus 7 Prozent) mehr als im Vorjahr. Damit lag die Zahl erstmals über 300.000. Das geht aus dem Bericht „Wissenschaft weltoffen“ hervor, den der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) am Mittwoch in Berlin vorstellte.

Der Anteil von Ausländern an den rund 2,7 Millionen Studierenden in Deutschland kletterte binnen Jahresfrist von 11,3 auf 11,5 Prozent. Ein Rekord wurde auch bei den ausländischen Studienanfängern erreicht – ihre Zahl stieg zuletzt auf über 100.000.

„Die Ausstrahlung der deutschen Hochschulen ist nicht nur sehr hoch – sie wächst“, sagte Bundesbildungsministerin Johanna Wanka (CDU) bei der Präsentation der Studie. Das Ziel der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK) von Bund und Ländern, bis 2020 auf dem Weg der weiteren Internationalisierung der deutschen Hochschulen sogar 350.000 ausländische Studierende hier auszubilden, werde aller Voraussicht nach bereits vorzeitig erreicht.

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Die Datensammlung des Deutschen Zentrums für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW) zeigt auch, dass Deutschland nach den USA und Großbritannien das beliebteste Gastland für ausländische Studenten ist. Die meisten kamen 2014 mit gut 28 000 aus China, gefolgt von Russland (mehr als 11.000) und Indien (über 9000), das damit sogar erstmals den Nachbarn Österreich knapp überflügelte.

Besonders groß sei der Zustrom in Master-Studiengänge mit einer Verdreifachung seit 2008 auf 67.000, hob Wanka hervor. Die Studienerfolgsquote dieser sogenannten Bildungsausländer lag mit gut 90 Prozent ebenso hoch wie bei ihren deutschen Kommilitonen.

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Zugleich stieg der Anteil deutscher Studenten, die etwa für ein Erasmus-Semester, ein Praktikum oder einen Sprachkurs ins Ausland gehen, seit 2013 von 32 auf 37 Prozent. „Noch nie waren mehr deutsche Studierende während ihres Studiums zeitweise im Ausland als heute“, sagte DAAD-Präsidentin Margret Wintermantel. Deutschland hat es sich zum Ziel gesetzt, dass bis 2020 jeder zweite Hochschulgraduierte in seinem Studium Auslandserfahrung sammeln soll.

Von

dpa

Kommentare (5)

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Frau Margrit Steer

22.07.2015, 17:03 Uhr

Vor allem müssen die nichts dafür bezahlen
Schicken wir unsere KInder ins Ausland zum Studium, dann kostet das richtig viel Geld.
Wann wird Deutschland eigentlich mal wieder normal?

Herr Peter Spiegel

22.07.2015, 17:53 Uhr

Frau Margrit Steer@
Nicht nur das, sondern innerhalb Deutschlands darf ein Inländer auf Kosten
seiner Eltern in einer anderen Stadt studieren, obwohl es am Wohnort der Familie
eine Uni gibt. Klar ist, daß der Michel die Zweitwohnung zahlt. Ein Drecks-System ersten Ranges.

Herr Renk Roborgh

22.07.2015, 18:03 Uhr

Before all Germans here start arguing about lost taxpayers money, let me remind you that about a third of all students in the city of Maastricht are Germans. So this practice goes both ways.

Nonetheless, allowing a Chinese to study at a German university for just 250 Euros a year, while we Dutch charge them 9000 Euros a year, is truly exporting taxpayers money. But....about half of us actually stayed in Germany after studying, so not such a bad deal after all for the German taxpayer.

@ Herr Peter Spiegel:
One thing a developed country does not want is to have a generation staying close to home. From personal experience I can say that these are usually not the kind of people who will make Germany stronger in the future.

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