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12.01.2010

18:56 Uhr

Akten fehlen

Zeugenanhörung im Fall Kundus verzögert sich

VonRüdiger Scheidges

ExklusivDie Zeugenbefragung im Untersuchungsausschuss zum Bombenangriff im afghanischen Kundus wird sich offenbar um einen Monat verzögern. Wie das Verteidigungsministerium dem Handelsblatt bestätigte, hat das Ressort von Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) noch keine einzige Akte übergeben.

Blick in den Sitzungssaal des Verteidigungsausschusses. Die Kundus-Untersuchung kommt nicht in Gang. ap

Blick in den Sitzungssaal des Verteidigungsausschusses. Die Kundus-Untersuchung kommt nicht in Gang.

BERLIN. „Die müssen noch gesichtet werden“, sagte ein Sprecher auf Anfrage. Offiziell soll der Untersuchungsausschuss bis zur nächsten Woche über die Verzögerung informiert werden. Das Gremium soll die Umstände des von einem deutschen Oberst angeforderten Bombenangriffs auf zwei von Taliban entführte Tanklaster klären, bei dem Anfang September 2009 nahe Kundus mindestens 100 Menschen getötet worden waren.

Am 21. Januar wollten die Parlamentarier unter dem Vorsitz von Susanne Kastner (SPD) ursprünglich bereits den Fahrplan für die Ausschussarbeit festlegen, etwa die Reihenfolge der Zeugenanhörung. Während die Regierungsparteien zunächst Akten sichten wollen, will die Opposition auf jeden Fall zuerst zu Guttenberg und den von ihm geschassten Generalinspekteur Wolfgang Schneiderhan hören.

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