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22.01.2012

19:08 Uhr

Al-Kaida

Prozessauftakt gegen deutsche Djihadisten

Sie wollten den Feind "zur Verzweiflung treiben" und einen Zermürbungskrieg gegen Deutschland führen. Jetzt müssen sich zwei mutmaßliche Al-Kaida-Terroristen vor einem deutschen Gericht verantworten.

Das mutmaßliche Mitglied der islamistischen Düsseldorfer Al-Kaida-Zelle, Halil S. (M.), wird am Freitag in Karlsruhe auf dem Gelände des Bundesgerichtshofes (BGH) von Beamten der Polizei abgeführt. dapd

Das mutmaßliche Mitglied der islamistischen Düsseldorfer Al-Kaida-Zelle, Halil S. (M.), wird am Freitag in Karlsruhe auf dem Gelände des Bundesgerichtshofes (BGH) von Beamten der Polizei abgeführt.

Berlin.Begleitet von strengen Sicherungsmaßnahmen beginnt an diesem Mittwoch in Berlin ein Prozess gegen zwei mutmaßliche Mitglieder des Terrornetzwerks Al-Kaida. Vor dem Kammergericht müssen sich ein 26-jähriger Deutscher sowie ein 22 Jahre alter Österreicher wegen Gründung und Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung im Ausland verantworten.

Nach Informationen des Berliner „Tagesspiegels“ fand das Bundeskriminalamt in elektronischen Dateien des 22 Jahre alten Österreichers Strategiepapiere von Al-Kaida. Aus ihnen gehe hervor, dass die Terrororganisation einen Zermürbungskrieg gegen Deutschland und andere westlichen Staaten plane, schreibt die Zeitung. Eine Kombination aus kleineren und größeren Angriffen werde „den Feind zur Verzweiflung treiben“, heiße es in einem Papier der Al-Kaida-Führung aus dem pakistanisch-afghanischen Grenzgebiet. In weiteren Dokumenten würden Geiselnahmen und die Ermordung der Entführten, der Einsatz giftiger Stoffe und die Tarnung eingeschleuster Kämpfer beschrieben.

Nach Angaben des Bundesinnenministeriums ist die Gefahr durch Islamisten keineswegs gebannt. Mit Anschlägen gegen deutsche Interessen im In- und Ausland müsse jederzeit gerechnet werden, sagte ein Sprecher am Wochenende auf Anfrage. In der 207 Seiten umfassenden Anklage wirft die Bundesanwaltschaft den zwei Männern vor, im afghanisch-pakistanischen Grenzgebiet eine Terror-Ausbildung erhalten zu haben. Der Deutsche mit türkischen Wurzeln soll überdies die Deutsche Taliban Mudschahedin (DTM) mitgegründet und sich an Kampfeinsätzen der Gruppe beteiligt haben.

Die Männer waren nach ihrer Rückkehr nach Europa im Frühjahr 2011 in Berlin und Wien festgenommen worden. Sie sitzen in Untersuchungshaft. Nach Angaben des Gerichts haben beide bislang Kontakte zu terroristischen Vereinigungen abgestritten.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

23.01.2012, 11:24 Uhr

Das sit nun mal der Islam. Und lat. Wulff gehört dr nun mal zu Deutschland. Das muß auch die Justiz begreifen. Aber wenn der Prozess in Berlin stattfindet, wird es ja nicht so schlimm. Ein bißen "Du" "Du" vom Richtr und vielleicht ein bißchen Bewährung und das wars

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