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08.09.2014

11:18 Uhr

Al-Schabaab-Milizen

Polizei nimmt Terrorverdächtige in Frankfurt fest

Sie waren nach Kenia gereist, um sich der radikal-islamischen Al-Schabaab-Miliz anzuschließen und schmiedeten offenbar Pläne für Gewaltakte. Nun kehrten die drei Männer nach Deutschland zurück. Doch weit kamen sie nicht.

In Somalia sorgt die Al-Schabaab-Miliz für grausame Gewalttaten, hier inspiziert die Regierungsarmee einen Kampfplatz. Auch Deutsche schließen sich den radikalen Islamisten immer öfter an. Reuters

In Somalia sorgt die Al-Schabaab-Miliz für grausame Gewalttaten, hier inspiziert die Regierungsarmee einen Kampfplatz. Auch Deutsche schließen sich den radikalen Islamisten immer öfter an.

FrankfurtDrei unter Terrorismusverdacht stehende Deutsche sind am Samstag am Frankfurter Flughafen festgenommen worden. Eine Sprecherin der Generalbundesanwaltschaft sagte am Montag, die Männer seien nach ihrer Rückkehr aus Kenia von Beamten des Bundeskriminalamts in Gewahrsam genommen und am Sonntag dem Haftrichter vorgeführt worden. Außerdem wurde die Wohnung eines weiteren Beschuldigten durchsucht. Dem 26-jährigen deutschen Staatsangehörigen Steven N., dem 28-jährigen deutschen Staatsangehörigen Abdullah W. sowie dem 23-jährigen deutschen Staatsangehörigen Abdulsalam W. werde die Mitgliedschaft in einer ausländischen terroristischen Vereinigung und die Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat vorgeworfen. So sollen sie sich in Somalia der radikal-islamischen Al-Schabaab-Miliz angeschlossen haben. Hinweise auf konkrete Anschlagspläne oder -vorbereitungen in Deutschland gebe es nicht.

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Ahmed Abdi Godane war einen der meistgesuchten Terroristen der Welt. Bei einem US-Luftschlag soll der Kopf der somalischen Terrororganisation al-Shabaab ums Leben gekommen sein. Dem Einsatz ging jahrelange Arbeit voraus.

Die Al-Schabaab-Miliz will ihre eigene, strikte Auslegung des islamischen Rechts in Somalia durchsetzen. Die Vereinigung verfolgt zudem nach Angaben der Generalbundesanwaltschaft das Ziel, die gegenwärtig amtierende somalische Übergangsregierung zu stürzen und ein allein auf der Scharia basierendes großsomalisches Kalifat zu errichten. Dies versuche sie in militärischen Auseinandersetzungen zu erreichen. Daneben beteilige sich Al-Schabaab aber auch durch professionelle Internetpropaganda und Anschläge außerhalb Somalias am globalen Jihad. Sie hat sich unter anderem zu dem Überfall auf das „Westgate“-Einkaufszentrum in der kenianischen Hauptstadt Nairobi im September letzten Jahres bekannt.

Die festgenommenen Beschuldigten sollen laut der Bundesanwaltschaft 2012 und 2013 nach Somalia gereist sein und sich dort der „Al-Schabaab“ angeschlossen haben. Sie sollen in einem Trainingslager der Vereinigung an Waffen ausgebildet worden sein und sich anschließend an deren bewaffneten Kampf beteiligt haben. Auch in Kenia hat die Miliz mehrfach Anschläge verübt. Der bisherige Anführer der Gruppe kam vergangene Woche bei einem US-Luftangriff ums Leben. Al-Schabaab hat dafür Rache geschworen und Scheich Ahmad Umar Abu Ubaidah zum neuen Chef erkoren. Zugleich bekräftigte sie ihre Verbundenheit zur Extremisten-Organisation Al-Kaida.

Von

rtr

Kommentare (9)

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Herr Jens Muche

08.09.2014, 13:22 Uhr

Bei Steven N. ist es wohl nicht möglich, aber bei den beiden anderen „Heimkehrern“ dürfte es sich um eingebürgerte Immigranten handeln, denen sofort die dt. Staatsbürgerschaft zu entziehen ist, denn mit dieser Handlungsweise haben sie das Gastrecht und die dt. Staatsbürgerschaft mißbraucht und somit gegen den Vertrag der zwischen der Bundesrepublik und ihnen als Antragsteller geschlossen wurde verletzt. Sollte die derzeitige Regierung Somalias ein Auslieferungsbegehren an die Bundesregierung richten, so sollte sich diese bei den Zuwanderern keine besondere Zurückhaltung auferlegen. Auch dann nicht, wenn das allseits bekannte Gutmenschengschrei einsetzt und die Bundesbetroffenheitsbeauftragte den Menschen im Land Ausländerfeindlichkeit bescheinigen möchte.

Frau Margrit Steer

08.09.2014, 17:04 Uhr

Das Schlimme ist, dass jetzt alle als Deutsche bezeichnet werden obwohl es keine Deutschen sind.
Ausweisen, deutschen Paß entziehen, so etwas brauchen wir hier nicht.
Viele moslem. angebliche Zuwanderer benhmen sich ja schon eine ganze Weile nicht wie Zuwanderer, sondern wie Eroberrer.
Das Gutmenschentum unserer Politiker fällt uns jetzt auf die Füße. Diee paar kleinen Sachen sind nur der Anfang
Wie heißt das Buch von Udo Ulfkotte, was er schon vor Jahren schrieb? "Der Krieg in unsren Städten"
Ja und so wird es kommen. Dafür wurde er damals beschimpft

elly müller

08.09.2014, 17:22 Uhr

Ich würde mich hüten, hier über moslemisch Gläubige den Stab zu brechen!

Die Meisten wollen in Deutschland in Ruhe und Frieden leben, auch die, die hier geborenen sind!

Trotzdem gibt es zu viele, die sich mit Deutschem Pass islamistischen Terrororganisationen anschließen. Diese Generation hasst alles was westliche Werte sind!

Trotzdem leben sie gerne auf unsere aller Kosten! Wenn diese jungen Menschen so unzufrieden sind, könnten sie doch in die Länder zurück gehen, woher auch ihre Eltern stammen. Verwandtschaft gibt es sicher genügend!

Aber nein, sie lassen sich von Predigern über den Tisch ziehen und finden noch gefallen daran Menschen zu demütigen oder zu töten! Selbst innerhalb der Glaubensgemeinschaft gibt es Mord und Totschlag!

Jetzt kann unser Staat zeigen, wie er uns vor solchen Subjekten schützt!

Es bleibt zu hoffen, dass sich nicht ein Winkeladvokat ereifert und gar erreicht, dass diese Typen wieder auf freien Fuß kommen!

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