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14.10.2012

11:22 Uhr

Alles nur geklaut?

Plagiatsvorwürfe gegen Schavan gewinnen an Schärfe

Die gegen Bildungsministerin Schavan erhobenen Plagiatsvorwürfe verdichten sich. Ein Gutachter erkennt in ihrer Doktorarbeit „das charakteristische Bild einer plagiierenden Vorgehensweise“, wie der „Spiegel“ berichtet.

Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU): Alles nur geklaut? dapd

Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU): Alles nur geklaut?

BerlinIn dem vertraulichem 75-seitigen Papier stellt der Gutachter demnach bei Schavan "eine leitende Täuschungsabsicht" fest und beanstandet Textstellen auf 60 der 351 Seiten der Dissertation. Anfang Mai waren auf der Internetseite schavanplag.wordpress anonym Vorwürfe gegen die Doktorarbeit Schavans erhoben worden. Die Philosophische Fakultät der Universität Düsseldorf kündigte daraufhin eine Prüfung an. Dies geschah auch auf Bitte der Ministerin. Schavan hatte 1980 mit der Arbeit unter dem Titel "Person und Gewissen - Studien zu Voraussetzungen, Notwendigkeit und Erfordernissen heutiger Gewissensbildung" den Doktortitel erlangt.

Verfasser des Gutachtens ist laut "Spiegel" der Professor für Jüdische Studien, Stefan Rohrbacher, der zugleich dem mit dem Prüfungsverfahren befassten Promotionsausschuss vorsteht. Sein Papier ist die Grundlage für Beratungen des Promotionsausschusses voraussichtlich am Mittwoch. Neben Rohrbacher sitzen im Ausschuss drei weitere Professoren, zwei wissenschaftliche Mitarbeiter und ein Studentenvertreter. Sie geben eine Empfehlung an den Fakultätsrat ab, der dann über eine Aberkennung des Doktortitels zu entscheiden hat.

Laut "Spiegel" kannte Schavan das Gutachten am Freitagabend noch nicht. Damit konfrontiert, habe sie mitteilen lassen: "Die erhobenen Vorwürfe treffen mich tief und schmerzen mich sehr; soweit die Fakultät mir Gelegenheit dazu gibt, werde ich nach sorgfältiger Prüfung dazu Stellung nehmen.

Der VroniPlag-Gründer Martin Heidingsfelder hatte Schavan bereits nach Bekanntwerden der Vorwürfe im Mai zum Rücktritt aufgefordert. "Wer nicht weiß, wie man richtig zitiert, kann nicht Bundesforschungsministerin und Professorin sein", hatte der bekannteste deutsche Plagiatsjäger damals gesagt. Heidlingsfelder wirkte bei der Aufdeckung von Plagiatsvorwürfen gegen mehrere Spitzenpolitiker wie den ehemaligen Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) und die FDP-Europaabgeordnete Silvana Koch-Mehrin mit.

Von

afp

Kommentare (25)

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dynamics

14.10.2012, 11:42 Uhr

und tschuessie..gerade im Bildungsbereich braucht Deutschland eine vielmehr junge innovative Kraft, die was vom Internet und der Globalisierung versteht. Märchengeschichten aus dem östlichen Mittelraum sind zwar auch historisches Kulturgut helfen aber auf Dauer nicht weiter.

Account gelöscht!

14.10.2012, 11:56 Uhr

Wegen dieses Politiker-Typus wie Frau Schavan darstellt, ist Deutschland in so tiefe Krisen geraten. Aussitz-Frau, ignorant, stur, offensichtlich inkompetent. Dieser Politiker-Typus stellt den dekadenten Niedergang unserer Werte, Kultur dar. Die Männer haben längst die Flucht ergriffen, jetzt stümpern die Politiker nur noch im Nebel herum. Murks-Laden a la Frau Merkel.

Makrooekonom

14.10.2012, 12:05 Uhr

Die Bildungsministerin des Plagiats beschuldigt. Der SPD-Kanzlerkandidat und ehemalige Finanzminister in Nebeneinkünften versunken. Es stimmt wirklich: Denk ich an Deutschland in der Nacht, bin ich um den Schlaf gebracht. Wir sollten gegenüber den Griechen demütiger auftreten. Unsere Oligarchie ist auch nicht anders strukturiert.

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