Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

13.06.2012

18:05 Uhr

Altersgrenze

DIHK-Präsident Driftmann hört 2013 auf

Er führt den Haferflockenhersteller Peter Kölln und leitet als Präsident die Spitzenorganisation der Industrie- und Handelskammern. Nächstes Jahr gibt Hans Heinrich Driftmann das DIHK-Amt ab. Ein Nachfolger wird gesucht.

DIHK-Präsident Hans Heinrich Driftmann mit Bundeskanzlerin Angela Merkel. Reuters

DIHK-Präsident Hans Heinrich Driftmann mit Bundeskanzlerin Angela Merkel.

BerlinBundeskanzlerin Angela Merkel verliert mit Hans Heinrich Driftmann einen ihrer wichtigsten Ansprechpartner in der Wirtschaft. Der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) kündigte am Mittwoch nach einer Vorstandssitzung an, er werde mit dem Ablauf seiner vierjährigen Amtszeit im März 2013 nicht wieder kandidieren. Als Grund nannte er vor allem die große zeitliche Belastung in dem Ehrenamt und sein Alter. Driftmann wird im kommenden Jahr 65 Jahre alt. Als persönlich haftender, geschäftsführender Gesellschafter des Haferflockenunternehmens Peter Kölln müsse er nun wieder dem Unternehmen mehr Zeit widmen.

Bis zur DIHK-Frühjahrssitzung im kommenden Jahr in will Driftmann nach Möglichkeit jüngere Kandidaten für seine Nachfolge suchen. Namen wollte er noch keine nennen. "DIHK-Präsident zu sein ist etwas mehr als ein Vollzeitjob", begründete Driftmann den Verzicht auf eine erneute Kandidatur. Das habe wesentlich damit zu tun, dass die Satzung der Organisation verlange, dass der Amtsträger aktiver Unternehmer sein müsse. Die Koordination von Unternehmertätigkeit und DIHK-Amt sei nicht einfach gewesen. Wenn die Kanzlerin ihn zum Beispiel eine Stunde habe treffen wollen, habe er dafür oft einen ganzen Arbeitstag auf der Straße zubringen müssen.

Als haftender Gesellschafter seines Familienunternehmens habe er aber auch Pflichten. "In den vergangen drei Jahren habe ich das koordinieren können." Er habe aber auch Pflichten in seinem Unternehmen, etwa die Organisation seiner Nachfolge dort.

Driftmann versicherte, er habe sich von Anfang darauf eingestellt, nur eine Amtsperiode wahrzunehmen. Druck von außen, als DIHK-Präsident auszuscheiden, habe es keinen gegeben. Driftmann widersprach auch Mutmaßungen, es habe zwischen ihm und Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben Reibereien gegeben. "Herr Wansleben und ich sind in vielem sehr unterschiedlich", sagte er. Man habe sich gut ergänzt. Wenn etwas Anderes behauptet werde, sei das "Mumpitz". Als Herzensangelegenheit betrachtete Driftmann immer das Engagement in den Feldern Bildung und Ausbildung sowie Fachkräfte. Als eine Erfahrung als DIHK-Chef hielt er mit Blick auf Partner in der Politik fest: "Es ist eindrucksvoll, wie unterschiedlich auch in der Kompetenz die handelnden Figuren hier in Berlin sind."

Der DIHK ist als Dachorganisation die Interessenvertretung der gewerblichen deutschen Wirtschaft. Seine Basis sind die 3,6 Millionen gewerbliche Unternehmen in Deutschland.

Von

rtr

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×