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24.05.2017

07:15 Uhr

Altersvorsorge

Koalition einigt sich bei der Betriebsrente

Union und SPD haben sich nach Medienberichten auf die Neuregelung der Betriebsrente. Statt einer Garantie wird nur eine unverbindliche Zielrente angeboten. Damit sollen höhere Renditen erzielt werden.

Mit der neuen Zielrente wird nur die Einzahlung der Beiträge garantiert, so dass die Arbeitgeberhaftung entfällt und mehr Geld in riskantere Anlagen gesteckt werden kann, wodurch höhere Renditen erzielt werden können. dpa

Betriebsrente

Mit der neuen Zielrente wird nur die Einzahlung der Beiträge garantiert, so dass die Arbeitgeberhaftung entfällt und mehr Geld in riskantere Anlagen gesteckt werden kann, wodurch höhere Renditen erzielt werden können.

BerlinDie Bundesregierung hat die Reform der Betriebsrente beschlossen. CDU, CSU und SPD einigten sich auf eine Neuregelung der betrieblichen Altersvorsorge, wie die Deutsche Presse-Agentur erfuhr. Der Bundestag soll dem Gesetzentwurf bereits am 1. Juni zustimmen, wie aus der Tagesordnung hervorgeht.

Zuvor hatten die „Stuttgarter Zeitung“ und die „Stuttgarter Nachrichten“ (Mittwoch) darüber berichtet. Demnach haben sich Union und SPD darauf verständigt, dass es beim geplanten Garantieverbot bleiben wird.

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Mit einem neuen Modell wolle der Gesetzgeber künftig erreichen, dass die Tarifvertragspartner die Betriebsrente ganzen Belegschaften anbieten, heißt es in dem Bericht. Dabei werde den Beschäftigten statt einer Garantie eine unverbindliche Zielrente angeboten. Damit könnten höhere Renditen erzielt werden, betont die Koalition dem Bericht zufolge.

Von

dpa

Kommentare (3)

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Frau Ursula Neumann

24.05.2017, 08:15 Uhr

Dass die Damen und Herren mit ihren fetten Pensionen so etwas vereinbaren - wen wunderts.
Kann mehr rauskommen - wahrscheinlich wird aber weniger rauskommen. Wie soll den da jemand seine Altersvorsorge vernünftig planen (so er überhaupt Geld dafür übrig hat).
Da hat die Versicherungs-Lobby ganze Arbeit geleistet.
Tarife, bei denen der Mitarbeiter selbst entscheidet, ein bisschen mehr Risiko zu gehen, und dafür mehr rauszubekommen gibt es heute schon. Dafür braucht es keine Gesetzesänderung. Die hohe Steuer und Abgabenlast in der Auszahlungsphase - da sollte dran gearbeitet werden, aber da möchten die Damen und Herren ja weiter absahnen. Ekelhaft.

Herr Leo Löwenstein

24.05.2017, 08:46 Uhr

Vor allem kann man dann das Ziel entsprechend runterfahren, wenn die Dividenden für die Aktionäre nicht passen.
Sauber, das Volk verarschen, das können die Politiker.
Und hier wird die SPD immer unglaubwürdiger mit ihrer "sozialen Gerechtigkeit".
Alles Humbug, alles Lug und Trug.
Da kommt nur mehr für die Aktionäre raus, für sonst niemanden.

Warum schaut man sich nicht mal die Modelle in Österreich oder der Schweiz an?
In Österreich brauchen sie keine 4 Säulen für die Rentenversicherung, haben nur die gesetzliche Rente und haben komischerweise nach ihrem Berufsleben mehr Rente.
Komisch, wir füttern nur die Konzerne mit immer neuen Fonds (und ähnlichem), bei denen, wenn man Glück hat, zumindest das eingezahlte Kapital wieder rauskommt.

Wir werden nach Strich und Faden ausgeplündert und sämtliche Polit-La....ffen machen da mit.
Der Normalbürger soll auf Teufel komm raus konsumieren, dabei aber immer weniger verdienen und nebenbei noch den zigsten Fond für seine mickrige Rente füllen.
Warum wird eigentlich bei den Beamten die Pension nicht dem demografischen Wandel angepasst? Sind die nicht davon betroffen?
Das ist Diskriminierung des normalen Arbeitnehmers.

Frau Ilse Schneider

29.05.2017, 19:20 Uhr

Ich bin schockiert von diesem Abschluss. Warum verrrät hier widerum die SPD ihr Klientel ?

. Rentenkürzung Stichwort Agenda 2010 hätte niemals notgetan, hätte man sich vorher mit einem
Systemwechsel bei der Rente auseinandergesetzt. Ein Mitkommentator sprach es bereits an: Es
gibt Europäische Nachbarn, bei denen es funktioniert, siehe Östereeich. Ganz einfach : alle zahlen ein: Arbeitnehmer/ Arbeitgeber, Beamte, Selbständige/Freiberufler (und wenn man weiter gehen würde auch Zinsen aus Einkünften von Privatvermögen, aber da ist wohl die Zeit noch nicht reif). Es scheint ein DOGMA in der Deutschen Politik zu geben und in den gesamten Medien offensichtlich auch, dass hierüber nicht gesprochen oder berichtet werden soll.

Weshalb also diese Flickenschusterei ? Das Problem liegt wohl bei den Beamtenpensionen, da müsste einiges geändert werden, das kosten Stimmen (der Bundestag besteht ja bekanntlich mehrheitlich aus Beamten), aber schaun wir einfach mal nach Österreich, die machen uns vor, wie das funktioniert.

Es wundert schon sehr dass immer noch so auf Riester Rente gebaut wird, wo doch lange lange bekannt ist, dass sie den Arbeitnehmern nichts bringt, nur der Versicherungswirtschaft.
0 Prozent Zinsen und ein kleiner staatlicher Zuschuss für vielleicht 150 Euro mehr, die man dann ja auch auf die Rente angerechnet bekommt, falls man aufstocken muss.

Ach ja, und Senkung der Betriebsrente bei schon laufenden Betriebsrentenauszahlungen soll auch möglich werden, falls zu wenig Rendite erwirtschaftet wird. Jahrzente wurden große Renditen erwirtschaftet, wohl auch an der Börse, in Immobilien etc, also in Werte die nicht sehr schwankungsabhängig sind und plötzlich, wenns dann knapp wird, soll der Arbeitsnehmer wieder alles ausbaden... VIELEN DANK FRAU NAHLES!

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