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29.04.2015

14:16 Uhr

Altersvorsorge

Renten steigen um mehr als zwei Prozent

Die Rentner freuen sich über eine ordentliche Erhöhung auch in diesem Jahr. Doch die Sozialverbände warnen schon: Langfristig dürften die Zuwächse wieder sinken. Auch mit den Betriebsrenten gibt es ein Problem.

... aber nicht mehr lange, warnen die Sozialverbände. dpa

Die Renten steigen

... aber nicht mehr lange, warnen die Sozialverbände.

BerlinDie gute Wirtschaftslage kommt auch den gut 20 Millionen Rentnern zugute: Zum 1. Juli steigen die Renten im Westen um 2,1 Prozent, im Osten um 2,5 Prozent. Dies hat die Bundesregierung am Mittwoch beschlossen. Das Plus orientiert sich an der allgemeinen Lohnsteigerung.

Bei einer Monatsrente von 900 Euro gibt es nun einen Aufschlag von brutto 18,90 Euro im Westen und 22,50 Euro im Osten. Die Erhöhungen sind etwas kräftiger als von der Deutschen Rentenversicherung im November prognostiziert. Im vergangenen Jahr waren die Renten im Westen um 1,67 Prozent und im Osten um 2,53 Prozent gestiegen.

Sozialministerin Andrea Nahles (SPD) erklärte: „Das Prinzip, dass die Renten der Lohnentwicklung folgen, hat sich über Jahrzehnte bewährt. Rekord-Beschäftigung und steigende Löhne sorgen für verlässliche und nachhaltige Rentenfinanzen.“

Die besten klassischen Rürup-Renten

Top 1

Europa

Tarif: E-R1B
Garantierte Rente: 404 Euro
Mögliche Rente: 677 Euro
Effektivkosten: 0,6 Prozent

Top 2

HUK24

Tarif: BRAGT24 Rürup Rente
Garantierte Rente: 398 Euro
Mögliche Rente: 619 Euro
Effektivkosten: 0,7 Prozent

Top 3

Allianz

Tarif: BasisRente Perspektive BVRSKU2U
Garantierte Rente: 355 Euro
Mögliche Rente: 612 Euro
Effektivkosten: 1 Prozent

Top 4

Hannoversche Leben

Tarif: Basisrente/Klassik RB4
Garantierte Rente: 391 Euro
Mögliche Rente: 590 Euro
Effektivkosten: 0,6 Prozent

Top 5

Stuttgarter

Tarif: BasisRente classic - T39
Garantierte Rente: 377 Euro
Mögliche Rente: 586 Euro
Effektivkosten: 1,1 Prozent

Sozialverbände sehen das skeptischer. Der SoVD erklärte: „Trotz der erfreulichen Rentenerhöhung in diesem Jahr drohen den Rentnerinnen und Rentnern längerfristig wieder geringere Anpassungen.“ Der Verband forderte eine Politik, die den Fall des Rentenniveaus stoppt, also des Verhältnisses vom Renten- zum Arbeitseinkommen. Laut politischer Festlegung soll das Rentenniveau bis 2030 nicht unter 43 Prozent fallen. Es ist allerdings bereits unter 50 Prozent gesunken.

Kritisch beurteilt der SoVD den Zustand der betrieblichen Altersvorsorge. „Die zweite Säule der Alterssicherung ist nicht geeignet, um die entstandene Lücke beim Rentenniveau zu schließen. Dies gilt auch, wenn die Reformversuche der Bundesregierung glücken.“ Nahles will die Betriebsrenten ausweiten, auf die derzeit 17,8 Millionen Beschäftigte Anspruch haben.

Die Ministerin verwies auf die Senkung des Beitragssatzes zum 1. Januar wegen der aktuell hohen Reserve der Rentenkasse um 0,2 Punkte auf 18,7 Prozent. Und sie will ihn auch auf absehbare Sicht nicht wieder erhöhen. Der Sozialverbandes SoVD rechnet jedoch spätestens 2019 wieder mit einer Anhebung des Beitragssatzes.

Von

dpa

Kommentare (3)

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Account gelöscht!

29.04.2015, 15:53 Uhr

Also für ehemalige Beitragszahler kein "+ X% Rente, mindestens aber X,XX EURO"?!

Herr Wolfgang Trantow

29.04.2015, 18:39 Uhr

Ordentliche Erhöhung = 2%? Warum weigern sich die Politiker die Rentenerhöhungen an den Diätenerhöhungen an zu passen? Wollen Sie damit nur ihre Menschenverachtung zum Ausdruck bringen? Wir haben Geld im Überfluss und sind reich, so Hr. Gauck! Würde ein Bundespräsident es wagen, die eigene Bevölkerung an zu lügen, zumal er ja Christ ist?? Ein Rentner schadet nicht die eigenen Bürger wie die Politiker es täglich gewissenlos, verantwortungslos machen!!

Herr Manfred Zimmer

30.04.2015, 08:14 Uhr

Das sehe ich ebenso!

Herr Gauck scheint nicht der Bundespräsident aller Deutschen zu sein und sein zu wollen.

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