Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

19.10.2012

11:59 Uhr

Altersvorsorge

Rentenbeiträge sinken stärker als geplant

Trotz Diskussionen: Die Rentenbeiträge werden im kommenden Jahr sinken - und zwar stärker als zuerst angenommen. Das soll Arbeitnehmer um Milliarden entlasten.

Der Rentenbeitrag dürfte Anfang kommenden Jahres von derzeit 19,6 auf 18,9 Prozent sinken. dpa

Der Rentenbeitrag dürfte Anfang kommenden Jahres von derzeit 19,6 auf 18,9 Prozent sinken.

BerlinDer Rentenbeitrag dürfte Anfang kommenden Jahres von derzeit 19,6 auf 18,9 Prozent sinken. Eine entsprechende Entscheidung zeichne sich nach den jüngsten Berechnungen ab, sagte der Sprecher von Sozialministerin Ursula von der Leyen (CDU), Jens Flosdorff, am Freitag in Berlin. Dies werde für Arbeitnehmer und Arbeitgeber eine Entlastung um jeweils rund drei Milliarden Euro bringen. Zuletzt hatte die Bundesregierung eine Beitragssatzsenkung auf 19,0 Prozent angepeilt.

Der Schätzerkreis der Rentenversicherung habe turnusgemäß vom 16. bis 18. Oktober getagt und sei zu dem Ergebnis gekommen, dass eine Senkung auf 18,9 Prozent möglich sei, sagte der Sprecher. Die Finanzlage der Rentenversicherung habe sich im Vergleich zum Sommer positiv entwickelt. Auch die in dieser Woche veröffentlichte Wirtschaftsprognose habe dazu beigetragen, „dass man zu diesem erfreulichen Ergebnis gekommen ist“.

Das entsprechende Gesetz sei bereits im August vom Kabinett verabschiedet worden. Dort müsse im Rahmen des parlamentarischen Verfahrens lediglich die Beitragszahl verändert werden, sagte Flosdorff. Anschließend müssen Bundestag und Bundesrat noch grünes Licht geben.

Kommentare (11)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Gloeckl_Rainer

19.10.2012, 12:26 Uhr

Privatisiert die Rentenanstalten und die Gesundheitsfürsorge bevor die Politik weiter die Beiträge verdaddelt. Was helfen relativ geringe Beitragssenkungen, die kaum eine gesamtwirtschaftliche Wirkung zeigen, effektiver sind Rentenerhöhungen, denn die wirken wie das berühmte Heubündel, das man vor das Maul von Eseln hängt.

Klusen (Chef der Technikerkrankenkasse): „Es gibt kein Gesetz zum Gesundheitswesen, das nicht zugleich eine Lobbygruppe bedient. Ich kenne kein einziges rein auf den Nutzen der Patienten gerichtetes Gesetz. Deutschland braucht einen Gorbatschow der Gesundheitspolitik: einen Minister, der den Mut zur Wahrheit hat – auch um den Preis, nicht wiedergewählt zu werden.“

Wer redet denn vom „Arschlochfaktor“, wie das Manager Magazin?

Rentner

19.10.2012, 12:33 Uhr

Eine der dümmsten Entscheidungen, die es überhaupt gibt!

Stattdessen sollte man das Geld verwenden und die Mindestrente auf ein festgeschriebenes Niveau anheben. Überschüsse sollten angespart und vor dem Zugriff für andere Zwecke geschützt werden.

Als nächstes sollten die Pensionen gesenkt werden und anschließend in ein einheitliches System aus dem alle gemeinsam (Rentner und Pensionäre) ihre Alterseinkünfte nach einem gerechten Schlüssel, der sich auch an der Anzahl der Einzahlungsjahre orientiert, erhalten.

Zahlt ein Politiker nur 4 Jahre ein, erhält er künftig nach dem Verteilungsschlüssel für 4 Jahre Politikertätigkeit seine Alterseinkünfte und keine feudale Pension, wie das heute der Fall ist.

Mit diesem vermeintlichen "Wahlgeschenk" verlagert die Regierung bestehend aus CDU/CSU und FDP weitere Probleme auf künftige Generationen.

Diese Politik ist weder nachhaltig noch vorausschauend. Leistung muss sich in Deutschland wieder lohnen. Das geht nur ohne CDU/CSU und FDP als Regierende.

Account gelöscht!

19.10.2012, 12:41 Uhr

Entlastet heisst in German Politics -> Ich muss 2.50 weniger zahlen und bekomme später wenn ich Glück hab die Hälfte von dem was mir EIGENTLICH zusteht.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×