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26.07.2013

16:52 Uhr

Altkanzler Schmidt im Interview

Helmut Kohl bot sich der RAF als Geisel an

Der frühere CDU-Chef und Kanzler Helmut Kohl soll sich im Herbst 1977 der RAF als Geisel angeboten haben. Er wollte sich gegen den entführten Arbeitgeberchef Schleyer tauschen lassen. Dies sagte jetzt Altkanzler Schmidt.

Der frühere Bundeskanzler Helmut Kohl bei einem CDU-Parteitag 1998. Er soll sich in den 70-er Jahren der RAF als Geisel angeboten haben. ap

Der frühere Bundeskanzler Helmut Kohl bei einem CDU-Parteitag 1998. Er soll sich in den 70-er Jahren der RAF als Geisel angeboten haben.

MünchenDer damalige CDU-Vorsitzende Helmut Kohl wollte sich nach Darstellung von Altkanzler Helmut Schmidt im Herbst 1977 während der Entführung von Arbeitgeberpräsident Hanns-Martin Schleyer als Geisel zur Verfügung stellen. „Helmut Kohl hat damals angeboten, sich austauschen zu lassen“, sagte Schmidt (SPD) in einem Gespräch, das er gemeinsam mit Schleyers Sohn Hanns-Eberhard mit dem Magazin der „Süddeutschen Zeitung“ führte. „Nicht ehrenhaft, es war verrückt. Die Idee, sich als Geisel gegen Hanns-Martin Schleyer austauschen zu lassen, war eine Schnapsidee.“

Seine eigene Entscheidung, die Forderungen der RAF abzulehnen und den Austausch Schleyers gegen inhaftierte Häftlinge zu verweigern, sei zu diesem Zeitpunkt längst gefallen gewesen, sagte Schmidt - und machte deutlich, dass er dazu auch kaum keine Alternative sieht: „Ich würde wahrscheinlich genauso handeln“, sagte der 94-Jährige. Die Freilassung von Terroristen im Austausch für den entführten CDU-Politiker Peter Lorenz 1975 sei ein Fehler gewesen. Er fühle sich mitschuldig an Schleyers Tod. Aber danach habe es keine Geiselnahme mehr gegeben.

Von

dpa

Kommentare (12)

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werner

26.07.2013, 18:13 Uhr

lieber herr altbundespraesident schmidt,ich verehre sie sehr und nach ihnen kamen nur staatsverbrecher,besonders der stammtischhitler kohl in das bundeskanzleramt,bis heute.sie haben ihm das doch hoffentlich nie geglaubt,was den austausch betraf.zum einen haette der sich schon bei der erwaehnung RAF, in die hosen geschissen zum anderen war dieser kohl katholik und damit schon von hause aus ein grossluegner dass sich die balken bogen-bis heute.

hermann.12

26.07.2013, 19:05 Uhr

@werner,

es ist schon traurig, wie wenig Herr Kohl respektiert wird und wurde. Dabei war er neben allen Fehlern ein großer Mann. Bis heute allerdings wirken Kampagnen nach (Birne), die auf miese Vorurteile setzten, wenn man inhaltlich schon nicht an seinem Zeug flicken konnte.
Auch ich halte seine Haltung und sein Ehrgefühl für letztlich für kritikwürdig, weil der der Partei den Vorzug vor dem Staat gab.
Bei seinem Nachfolger war es umgekehrt, er hätte Kohls Ruf sachlich weit eher verdient. Aber so ist halt das Volk es lässt sich blenden.

H.

zuKohl

26.07.2013, 19:22 Uhr

Kohl hat zur Grenzöffnung gar nichts begetragen bis auf dieses, dass er gemacht wurde was dann der grenzöffung half. Er selbst so wie die ganze CDU hilft nur beim Prostitutieren es ist immer "schwarte schwarte schwarte" oder nun mal Gauck mit "to beat to beat to beat". diese sind auch wegen ihrer Geldbeschaffung für jeden Krieg verantwortlich auch angela merkel die gegen die USA kämpft . man nennt diese "explainen" dieses zeigt immer ,dass diese rechtsradikale sind oder man kann sogar sagen neonazis. man muss auch dazu sagen in deutschland betreibt dieses sogar jede partei diese "eplainen" sind dadruch für jeden Kreig verantwortklich. ein "made direct" gibt es hier in deutschland nicht. piraten pratei waren mal "made direct". das einzge was die Cdu sofort im kopf hatte war sofort die "reputation" für die Grenzöffnung zu stehlen. Dabei benutzte Sie auch noch die US army welche diese für "forcieren" dann noch benutzen also bedrohen und zwingen. Nur über weitere "Puting colds" war es möglich ,dass keine Rakteten abgefeuert wurden. ""kohl" is auch pershing. Nun alle Toten von Thornton von Jackson von Whitney houston etc etc etc auch Mosshammer gehen auf das Konto von Herren Kohl mehr oder weniger weil Sie als CDU ja die Grenz geöffnet haben. Selbst internationale Geisnahme ihrerseits über Geisler usw für die Grenzöffnung. Sie legenen ganz einfach ihre Prostitution die sie über Politik betrieben sowie die bewusste Kriegsmache um Gelder von Unternehmen zu stehlen. Unternehmen wieder "made direct".

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