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09.10.2013

14:52 Uhr

Amtliches Endergebnis

SPD erhält einen Sitz mehr im Bundestag

Beim amtlichen Endergebnis der Bundestagswahl gibt es eine minimale Verschiebung bei den Zweitstimmen: Die SPD erhält daher 193 statt 192 Sitze. Die Zahl der Briefwähler indes erreichte ein Rekordniveau.

Die SPD erhielt bei der Bundestagswahl 25,7 Prozent der Stimmen. dpa

Die SPD erhielt bei der Bundestagswahl 25,7 Prozent der Stimmen.

BerlinDie SPD wird nach dem am Mittwoch bekanntgegebenen amtlichen Endergebnis der Bundestagswahl einen Sitz mehr im neuen Bundestag erhalten als bisher erwartet. Nach Angaben des Bundeswahlleiters verfügt die SPD nun über 193 Sitze, weil es bei der Auszählung der Zweitstimmen eine minimale Verschiebung gab. An den Ergebnissen mit 41,5 Prozent für die Union, 25,7 Prozent für die SPD, 8,6 für die Linken und den Grünen mit 8,4 Prozent ändert sich nichts.

Ein sehr hohes Niveau hatten bei dieser Bundestagswahl die nicht im Parlament vertretenen Stimmen mit 15,7 Prozent. Die FDP erhielt davon 4,8, die AfD 4,7 und die Piratenpartei 2,2 Prozent. Alle drei scheiterten damit wie andere Kleinstparteien an der Fünf-Prozent-Hürde für den Einzug in den Bundestag.

Die SPD in Zahlen

Mitglieder

Ende November waren es 474.820 Mitglieder (März: 474.481). Der Höchststand wurde in der Weimarer Republik erreicht: Mit 1,261 Millionen im Jahr 1923. Das Durchschnittsalter liegt heute bei 59 Jahren – das älteste Mitglied ist 107. Die längste Mitgliedschaft betrug 88 Jahre.

Ortsvereine

Derzeit gibt es rund 9000 Ortsvereine. Nach der Wiedervereinigung waren es in den 90er Jahren bis zu 10.000.

Finanzen

2011 betrugen die Einnahmen 155 Millionen, die Ausgaben 141 Millionen – allein der Bundestagswahlkampf in diesem Jahr hat mehr als 20 Millionen Euro gekostet. Solche Jahre werden in der Regel mit einem Minus abgeschlossen.

Spenden und Beiträge

2011 erhielt die Partei zwölf Millionen Euro an Spenden, die Mitglieder zahlten zudem 70 Millionen an Beiträgen, 2010 waren es 68 Millionen. Die Spenden steigen im Wahljahr meist an. 2009 lagen sie zum Beispiel bei 18,7 Millionen Euro.

Das Niveau der Briefwähler erreichte nach Angaben des Bundeswahlleiters ein Rekordniveau mit etwa 24 Prozent. Dies bezieht aber sowohl klassische Briefwähler mit ein als auch diejenigen Wähler, die ihre Stimmen in den Wochen vor der Wahl in zentralen Wahllokalen abgegeben hatten. Die genaue Zahl der Briefwähler kann erst nach entsprechenden Meldungen aller Landeswahlleiter errechnet werden.

Von

rtr

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