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07.01.2017

11:54 Uhr

Analyse des BfV

Hat Russland auch die OSZE gehackt?

Die Vorwürfe, Russland hätte entscheidend in die US-Wahl eingegriffen, wurden am Freitag noch einmal erhärtet. Außerdem gibt es Indizien dafür, dass Russland auch für einen Hackerangriff bei der OSZE verantwortlich ist.

Der Präsident des Bundesamts für Verfassungsschutz (BfV) erkennt Hinweise auf russische Quellen. dpa

Hans-Georg Maaßen

Der Präsident des Bundesamts für Verfassungsschutz (BfV) erkennt Hinweise auf russische Quellen.

BerlinDas Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) hat im vergangenen Jahr den Cyberangriff auf Computer der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) entdeckt – und sieht Indizien für eine Attacke aus Russland. „Unsere Analyse ergab, dass die Angriffs-Infrastruktur die gleiche ist, die wir von anderen Cyberattacken im Zusammenhang mit der Angriffskampagne APT28 kennen – die Kampagne, die im vorletzten Jahr auch den Deutschen Bundestag betroffen hat“, sagte BfV-Präsident Hans-Georg Maaßen der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. „Bei APT28 liegen Indizien vor, die auf russische Quellen hindeuten.“

Der Hackerangriff auf die OSZE war Ende Dezember bekannt geworden. Eine der Hauptaufgaben der Organisation ist gegenwärtig ihre Mission in der Ostukraine, wo sich Regierungstruppen und prorussische Separatisten gegenüberstehen.

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Die Abkürzung APT steht für Advanced Persistent Threat (etwa: fortgeschrittene andauernde Bedrohung). Der Kampagne APT28 wurden Verbindungen zu russischen Regierungsstellen nachgesagt. Russland hat Vorwürfe wegen Hackerattacken bisher zurückgewiesen.

Die Regierung des scheidenden US-Präsidenten Barack Obama macht Moskau dagegen für Hackerattacken auf Computer der Demokraten verantwortlich. US-Geheimdienste beschuldigten den russischen Präsidenten Wladimir Putin erst am Freitag, eine Manipulation der US-Wahl angeordnet zu haben.

Kommentare (1)

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Herr Torsten Seemann

10.01.2017, 13:59 Uhr

Man darf bei aller Aufregung und Unterstellung gegenüber Russland nicht vergessen, dass das gesamte Klientel von Geheimdiensten nicht einen einzigen Beweis vorgelegt hat.
Definitiv 0 Beweise - aber eine gigantische Unterstellungsflut gegenüber den Russen.
Unerhört und mindestens dumm.

Es sei an die "sicheren Erkenntnisse" der US-Geheimdienste erinnert - die den Beweis für Massenvernichtungswaffen im Irak untermauern sollten.... Es gab auch da keine Beweise - man hat dann welche erfunden und Material gefälscht und dreist vor der UNO vorgetragen um dem illegalen, völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen den Irak irgendwie zu erklären.

Wir wissen heute - dergleichen war alles Lüge und ein massives Verbrechen!

Soviel zum Thema Geheimdienste und ihre sog. "Beweise".

Es gibt defakto keine verifizierbaren Sachverhalte - die Russland für Hackerangriffe verantwortlich machen! Alles nur unsubstantiierte leere Behauptungen.

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