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29.11.2016

09:25 Uhr

Andeutung aus NRW

Kraft weiß, wer SPD-Kanzlerkandidat wird

Die SPD-Spitze will sich in der Frage der Kanzlerkandidatur erst Ende Januar erklären. NRW-Ministerpräsidentin Kraft deutet jetzt an, die Würfel seien schon gefallen. Zum Landtagswahlkampf will sie Klarheit.

Die nordrhein-westfälische Ministerpräsidentin Hannelore Kraft machte Andeutungen zur K-Frage der SPD. dpa

Vorgeprescht

Die nordrhein-westfälische Ministerpräsidentin Hannelore Kraft machte Andeutungen zur K-Frage der SPD.

Düsseldorf/BerlinDie Entscheidung über den SPD-Kanzlerkandidaten ist gefallen - behauptet jedenfalls Hannelore Kraft. Die nordrhein-westfälische Ministerpräsidentin und SPD-Bundesvize sagte beim „Ständehaus-Treff“ der „Rheinischen Post“ am Montagabend in Düsseldorf nach einem Bericht der Zeitung: „Ich weiß, wer es wird, aber ich sage es Ihnen nicht.“

Dabei hatte SPD-Generalsekretärin Katarina Barley gerade noch die Möglichkeit eines Mitgliederentscheids über die Frage der Kanzlerkandidatur in Spiel gebracht. „Wenn wir mehrere Kandidierende haben, die sich zur Wahl stellen, dann werden wir eine Urwahl durchführen“, sagte sie am Montag in Berlin.

Zwar verlautete umgehend aus SPD-Führungskreisen, es werde aller Voraussicht nach keinen Mitgliederentscheid geben. Der beschlossene Zeitplan habe aber Bestand: Ende Januar soll bei einer Vorstandsklausur der Kanzlerkandidat präsentiert werden.

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Seit Wochen diskutiert die Republik, ob Sigmar Gabriel oder Martin Schulz als SPD-Kanzlerkandidat antritt. Jetzt bringt Gabriel Olaf Scholz als Dritten ins Spiel, und die Genossen rätseln: Wieso?

Kraft hatte sich vor zwei Wochen im „Tagesspiegel“ bereits für Parteichef Sigmar Gabriel in der K-Frage ausgesprochen. Im Mai nächsten Jahres wird in NRW gewählt. Kraft, die Regierungschefin in Düsseldorf bleiben will, dringt seit längerem auf eine Entscheidung bei der Kandidatenkür. Sie will Klarheit haben, bevor der Wahlkampf an Rhein und Ruhr richtig losgeht.

Gabriel hat als Vorsitzender das erste Zugriffsrecht. Auch EU-Parlamentspräsident Martin Schulz, der in die Bundespolitik wechselt, werden Ambitionen auf eine Kandidatur nachgesagt. Als Dritten im Bunde rief Gabriel zuletzt den Hamburger Regierungschef Olaf Scholz auf.

Der stellvertretende CDU-Vorsitzende Armin Laschet wirft der SPD vor, bei der Suche nach einem Kanzlerkandidaten die Öffentlichkeit in die Irre zu führen. „Wie fördert man Verdrossenheit und Populismus? Frau Kraft, weiß genau, wer SPD-Kanzlerkandidat wird und bis Februar wird Theater gespielt“, schrieb Laschet im Kurznachrichtendienst Twitter. Der CDU-Kandidat Kraft im Mai bei der Landtagswahl heraus.

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dpa

Kommentare (11)

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Herr Vinci Queri

29.11.2016, 10:04 Uhr

>> „Ich weiß, wer es wird, aber ich sage es Ihnen nicht.“ >>

Es ist egal, wer Kandidat wird.....Kanzler wird dieser bei der 15 % Partei NIE !

Der Stuhl des Kanzlers ist bereits vergeben. Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte bleiben Sie sachlich.

Herr Hans Mayer

29.11.2016, 10:34 Uhr

Bei den Medien und Politikers der Altparteien scheint erst einmal soetwas wie "Cognitive Dissonaz" um sich zu greifen.
Nachdem es sich herumgesprochen hat, dass es nicht hilft den Kopf in den Sand zu stecken, folgt nun die Strategie der Kopflosen Hühner, denen der Hahn abhanden gekommen ist, und die den Fuchs bereits gesichtet haben.

Lothar dM

29.11.2016, 11:02 Uhr

Neulich sagte mir ein Bekannter, ein Bürger NRWs folgendes:
Hannelore Kraft"los" weiss offensichtlich immer mehr als sie der Öffentlichkeit preisgeben mag, u.U. auch i.S. politisch geschönter Polizeibericht bei den legendären Silvesterübergriffen auf der Kölner Domplatte 2015/16?
Wäre da nur nicht das politisch selektive Erinnerungsvermögen der NRW-Kanzlerin, dumm aber auch.

Die Sozen und die grün-sozialistische Verwandtschaft haben NRW zum wirtschaftlichen Schlusslicht Deutschlands gemacht (NULL Wachstum NULL), von der einstigen Lokomotive des Landes (ok ist schon etwas länger her). O.K., in der Kriminalstatistik liegt man dafür uneinholbar vorn. Und zusätzlich hat man große Teile des Bundeslandes, allen voran das Ruhrgebiet, durch ideologische "Sozial- und Bildungs"politik zum real-existierenden Gotham City aktiv verkommen lassen. Dortmund bis Duisburg, eine einzige NoGo-Area könnte man fast unken.

Aber wie Honnecker noch den 40ten der DDR feierte - kurz vorm endgültigen Zusammenbruch - so oder so ähnlich feierte man sich in NRW kürzlich zum 75ten.

Beibt nur zu hoffen, dass das die letzte Feier dieser Chaostruppe um Kraft"los", Lührmann, Jäger & Co im Regierungsamt war.  

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