Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

12.01.2015

13:42 Uhr

Angaben des Bundes

Förderung der Riester-Rente steigt bis 2019

Die Riester-Rente bleibt ein Aufreger im politischen Berlin: Nun wurde bekannt, dass die Bundesregierung mit einer Fortführung der staatlichen Förderung bis 2019 rechnet. Die Kritik wird dadurch nicht gerade weniger.

Vier Senioren im Park Pillnitz: Die Rente mit 63 bleibt in der Wirtschaft höchstumstritten. dpa

Rente mit 63

Vier Senioren im Park Pillnitz: Die Rente mit 63 bleibt in der Wirtschaft höchstumstritten.

BerlinDie Ausgaben für die staatliche Förderung der Riester-Rente werden nach Angaben der Bundesregierung bis 2019 voraussichtlich um rund 920 Millionen Euro steigen. Nach 2,41 Milliarden Euro im vergangenen Jahr rechnet der Arbeitskreis Steuerschätzung für 2019 mit Aufwendungen an Altersvorsorgezulagen von 3,3 Milliarden Euro, wie aus einer am Montag bekanntgewordenen Antwort des Finanzministeriums auf eine Anfrage der Grünen hervorgeht. Zur weiteren Entwicklung der Zahl der Riester-Verträge wurden in dem Schreiben von Ende Dezember keine Angaben gemacht.

Die staatlich geförderte private Altersvorsorge steht schon länger in der Kritik. Aus Sicht von Sozialpolitikern können diese Policen die Rentenlücke kaum schließen, der Riester-Boom scheint vorbei zu sein.

Der Grünen-Politiker Markus Kurth warf der Bundesregierung in der „Rheinischen Post“ (Montag) vor, sich die Riester-Rente schön zu rechnen: „Seit Jahren gibt sich die Bundesregierung der Illusion hin, dass die Riester-Rente immer beliebter wird.“

Warum Rente nicht gleich Rente ist

Wer ist Pflichtmitglied der gesetzlichen Rentenversicherung?

Alle Arbeitnehmer sowie Auszubildende, Mütter oder Väter, die Kinder erziehen, nicht erwerbsmäßig tätige Pflegepersonen, Menschen mit Behinderung, Wehr- und Bundesfreiwilligendienstleistende, Menschen, die Kranken- oder Arbeitslosengeld beziehen; sowie – mit unter bestimmten Voraussetzungen – Studenten, die nebenbei Geld verdienen.

Müssen sich auch Selbstständige gesetzlich rentenversichern?

Normalerweise nicht. Allerdings gibt es bestimmte Gruppen von Selbstständigen, für die ebenfalls eine Versicherungspflicht besteht, etwa Handwerker und Hausgewerbetreibende, Lehrer, Hebammen, Erzieher und in der Pflege Beschäftigte, Künstler und Publizisten, Selbstständige mit nur einem Auftraggeber; Seelotsen sowie Küstenschiffer und -fischer. Alle anderen Selbstständigen können der Rentenversicherung auf Antrag beitreten.

Wer ist von der Versicherungspflicht ausgenommen?

Beamte, Richter, Berufssoldaten und Zeitsoldaten, Mitglieder geistlicher Genossenschaften Geringfügig Beschäftigte, Altersrentner, Selbstständige (mit Ausnahmen) sowie Freiberufler, wenn sie in einem Versorgungswerk ihres Berufsstandes pflichtversichert sind.

Welche Berufe gehören zu den Freien Berufen mit eigenen Versorgungswerken?

Ärzte, Apotheker, Architekten, Notare, Rechtsanwälte, Steuerberater bzw. Steuerbevollmächtigten, Tierärzte, Wirtschaftsprüfer und vereidigten Buchprüfer, Zahnärzte sowie Psychotherapeuten und Ingenieure). Ärzte, Apotheker, Architekten, Notare, Rechtsanwälte, Steuerberater bzw. Steuerbevollmächtigten, Tierärzte, Wirtschaftsprüfer und vereidigten Buchprüfer, Zahnärzte sowie Psychotherapeuten und Ingenieure.

Können Freiberufler wählen, wie und wo sie sich versichern?

Nein. Für bestimmte freie Berufe ist die Altersvorsorge in einer berufsständischen Versorgungseinrichtung vorgeschrieben. Die Berufsträger sind dort pflichtversichert und zahlen einen gewissen Prozentsatz ihres Einkommens ein. Der Beitrag orientiert sich etwa am Höchstsatz, den Arbeitnehmer in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen. Die Einzelheiten regeln die unterschiedlichen Landesgesetze. Um Doppelbelastungen zu vermeiden, kann sich diese Klientel allerdings von einer etwaigen, parallel bestehenden Versicherungspflicht in der gesetzlichen Rentenversicherung befreien lassen.

Gewerkschaftsvertreter hatten zuletzt moniert, zwar gebe es mehr als 15 Millionen Riester-Verträge. Aber das entspreche nur rund 35 Prozent der Beschäftigten. Außerdem seien knapp 20 Prozent der Verträge ruhend gestellt und würden nicht bespart.

Von

dpa

Kommentare (2)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Account gelöscht!

12.01.2015, 13:58 Uhr

Förderung der Riester-Rente steigt bis 2019


----------------------------------------------------------

Die Riester-Rente ist nur für Deutsche die im Rentenalter auch in Deutschland bleiben wollen.

Für Ausländer die dann in der Rentenzeit in Ihre Heimatländer wollen...gilt die MALLORCA-KLAUSEL.

Dann wacht mancher erst richtig auf.











Herr Manfred Zimmer

12.01.2015, 20:11 Uhr

Zu behaupten, das hat uns die SPD eingebrockt, wäre wahrscheinlich falsch. Bei dem Fehlverhalten von SPD-Politikern sind einzelne betroffen.

Man darf durchaus mutmaßen, dass Maschmeyer die Biographie von Gerhard Schröder in der Tat 2 Mio. € durchaus Wert war. Auf diese Weise hat er nämlich all das was der ehemalige SPD-Kanzler hätte ausplaudern können, voll unter Kontrolle.

Nur ein Schachzug - aber zu Lasten der Steuerzahler.

Wenn wir heute vom Islam verlangen, sich von den Terroristen zu distanzieren, dann sollte die SPD auch prüfen, ob sie gleiches nicht auch mit eigenen Vereinsmitgliedern zu erwägen hat.

Wenn sie entgegenhalten, dass damals die GRÜNEN mit im Boot waren, dann ist das korrekt. "Gott Vater" und einige andere Vertreter waren da gewiss mit im Boot. Ich denke an die, die die EEG-Umlage ersonnen und umgesetzt haben.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×