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29.08.2014

10:27 Uhr

Angebliche Insolvenzverschleppung

Ermittlungen gegen sächsische AfD-Chefin Petry

Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Frauke Petry. Die sächsische AfD-Chefin hat möglicherweise die Insolvenz ihrer Firma zu spät angemeldet. Die Vorwürfe kommen für Petry äußerst ungelegen.

Frauke Petry weist die Anschuldigungen einer Insolvenzverschleppung zurück. Reuters

Frauke Petry weist die Anschuldigungen einer Insolvenzverschleppung zurück.

LeipzigIm Zusammenhang mit der Firmeninsolvenz der sächsischen AfD-Chefin Frauke Petry ermittelt die Staatsanwaltschaft. „Es geht um eine mögliche verspätete Anmeldung der Insolvenz der Firma Purinvent“, sagte der Sprecher der Anklagebehörde, Lutz Lehmann, am Freitag. Er bestätigte damit entsprechende Berichte der „Bild“-Zeitung und der „Leipziger Volkszeitung“. Weitere Einzelheiten nannte er nicht.

Petry wies die Anschuldigungen zurück: „Der Vorwurf ist völlig ungerechtfertigt. Ich sehe den Ermittlungen gelassen entgegen“, sagte die Landesvorsitzende der eurokritischen Alternative für Deutschland (AfD) in Sachsen. Auch der Insolvenzverwalter habe keine verspätete Anmeldung erkennen können.

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Die Vorwürfe kommen für Petry, deren AfD bei der Landtagswahl am Sonntag erstmals in ein deutsches Landesparlament einziehen will, äußerst ungelegen. Die 39-Jährige vermutet politische Motive. „Seit Monaten gibt es das Gerücht, dass so eine Anzeige kurz vor der Wahl kommen soll.“ Petry hatte für ihre Leipziger Firma Ende vergangenen Jahres Insolvenz anmelden müssen. Seit wenigen Wochen befindet sie sich im Privatinsolvenzverfahren.

Von

dpa

Kommentare (4)

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Herr C. Falk

29.08.2014, 10:55 Uhr

Klar, das sowas kommt zwei Tage vor der Sachsenwahl und nicht einen Tag danach. Wird aber nichts nutzten. die AfD wird trotz dieses durchsichtigen Manövers mit einem respektablen Ergebnis in den Landtag einziehen.

Herr Jens Großer

29.08.2014, 10:59 Uhr

Ist schon wirklich komisch das dies so kurz vor der Wahl veröffentlicht wird. Wenn da mal kein System dahintersteckt!
Schlimm finde ich aber vor allem die Häme aus dem linken Lager in Richtung Petry. Klar wenn man nach seiner Studienzeit sofort in die Politik geht und dort Karriere macht, kann man natürlich in der freien Wirtschaft nicht scheitern. Das kann dann natürlich vielen Berufspolitikern nicht passieren!

Herr Hans Müller

29.08.2014, 11:55 Uhr

Solche Vorgänge sind in autoritären Regimes ja leider üblich. Da werden kurz vor Wahlen Oppositionelle durch öffentliche Bekanntgabe irgendwelcher Ermittlungen, durch kurzzeitige Verhaftung oder andere Dinge meist unter dem Vorwand vermeintlicher Wirtschaftsdelikte diffamiert. Nach der Wahl löst sich dann alles in Luft auf. Und leider funktioniert das in aller Regel, weil die Masse der Menschen nicht denken kann. Es würde nicht funktionieren, wenn rechtsstaatliches Denken und Freiheitsliebe in Deutschland verbreiteter wären.

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