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14.06.2016

14:43 Uhr

Angela Merkel

Geschäfte in China

Die Kanzlerin plädiert für engere Beziehungen mit China. Das Engagement deutscher Unternehmen in der Volksrepublik „sichert auch für uns Arbeitsplätze“. Die Menschenrechte sollen trotzdem nicht zu kurz kommen.

Die Kanzlerin ist am Wochenende mit einer großen Wirtschaftsdelegation nach China gereist. dpa

Angela Merkel

Die Kanzlerin ist am Wochenende mit einer großen Wirtschaftsdelegation nach China gereist.

ShenyangBundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich zum Abschluss ihrer dreitägigen China-Reise für eine weitere Vertiefung der Beziehungen mit Peking stark gemacht. „Insgesamt glaube ich, dass diese Reise dazu beiträgt, auf der einen Seite die deutsch-chinesische Kooperation zu stärken, auf der anderen Seite Interessensunterschiede nicht unter den Tisch zu kehren“, sagte Merkel am Dienstag während der Besichtigung des Gemeinschaftsunternehmen von BMW und dem chinesischen Autobauer Brilliance in der nordostchinesischen Metropole Shenyang.

Sie wolle auch deutlich machen, „welchen Nutzen wir auch davon haben, dass unsere großen und mittleren deutschen Unternehmen in China tätig sein können“, sagte Merkel. „Das sichert auch für uns Arbeitsplätze“. Der Wettbewerb werde allerdings härter, „weil in China eben auch die Menschen vorankommen wollen und eigene Produkte herstellen wollen“.

Keine Informationen gab es zur Debatte über die geplante und umstrittenen Übernahme des Augsburger Roboterbauers Kuka durch den chinesischen Investor Midea. Nach Handelsblatt-Informationen zeichnet sich ein Kompromiss ab. Die Bundesregierung sehe inzwischen Signale, dass Midea nicht mehr als 49 Prozent an Kuka erwerben wolle, berichtete das Handelsblatt heute unter Berufung auf Verhandlungskreise. Bislang hält der Maschinenbauer Voith 25,1 Prozent und kann damit bei wichtigen Unternehmensentscheidungen nicht übergangen werden.

Aus deutschen Regierungskreisen in Shenyang verlautete, die Bundesregierung verhandele nicht für das Unternehmen und könne dazu nichts sagen. Auch das Bundeswirtschaftsministerium in Berlin wollte den Bericht nicht kommentieren. Es sei ein unternehmerischer Vorgang, in den die Bundesregierung nicht eingreife.

„Minister Sigmar Gabriel würde es begrüßen, wenn es eine deutsche oder europäische alternative aus der Wirtschaft selbst heraus gäbe und die Eigentümer sich dann entscheiden könnten, welches Angebot das bessere für das Unternehmen oder den Wirtschaftsstandort Deutschland ist“, sagte eine Sprecherin.

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