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27.06.2011

21:16 Uhr

Angela Merkel

Kein Erfolg ohne Wissenschaft

Der Wettlauf um die neusten wissenschaftlichen Errungenschaften ist mit den aufstrebenden Schwellenländer härter geworden. Gute Forschung ist damit die Grundlage für Deutschlands Zukunft, betonte Angela Merkel in Berlin.

Angela Merkel auf der Jahrestagung der Alexander von Humboldt-Stiftung. Quelle: dpa

Angela Merkel auf der Jahrestagung der Alexander von Humboldt-Stiftung.

Berlin Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat auf der Jahrestagung der Alexander-von-Humboldt-Stiftung in Berlin die Bedeutung der Wissenschaft für politische Entscheidungen hervorgehoben. „Um sinnvoll zu reagieren, benötigen wir Wissen“, sagte Merkel am Montagabend bei ihrer Festrede in der Freien Universität. Sie verwies auf die EHEC-Erkrankungen, die seit Anfang Mai die Menschen in Deutschland beunruhigt hätten. Hier habe die internationale Zusammenarbeit bei der Identifizierung des Erregers sehr gut funktioniert, Doppelarbeit sei vermieden worden.

 „Wissenschaft braucht Freiheit“, betonte sie. Auch deshalb habe sich die Bundesregierung entschlossen, die Forschung im Rahmen der Exzellenzinitiative weiter zu fördern. Zugleich dürfe aber die Grundlagenforschung nicht vernachlässigt werden. Es müsse ein Grundvertrauen in die Wissenschaft geben, was richtig und wichtig sei, trotz eines Interesses an einer raschen wirtschaftlichen Verwertbarkeit.

Deutschland stehe bei der Forschung zunehmend im Wettbewerb mit Ländern wie China oder Indien, betonte die Kanzlerin. Auch andere Nationen seien neugierig und investierten viel in die Wissenschaft. „Deutschlands wichtigste Ressource sind kluge und intelligente Köpfe“, betonte sie. Dies gelte besonders bei einer Gesellschaft, die im Schnitt zunehmend älter werde. Hier gelte es, die Erfahrung der Menschen intelligent zu verknüpfen. Außerdem müsse bei jungen Menschen die Neugierde auf Naturwissenschaften geweckt werden.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Beliehener

28.06.2011, 10:09 Uhr

Bereits herausgehobene, weil wissenschaftlich eigenständig erbrachte Befunde vor allem sozioökonomischer Disziplin nicht auch künftig anhand privater Zuwendungen fördern zu lassen, wozu sich höchstrichterlich der Bundesfinanzhof jüngst verstieg, gefährdet nicht allein die verfassungsrechtlich garantierte Freiheit der Wissenschaft, sondern stellt zutiefst abgründig um den höchsten Preis einer verlustig gehenden Unabhängigkeit des Einzelnen die Herrschaft stets geteilter Gewalten zwischen Exekutive, Legislative und Judikative in Abrede. Zweifelsohne rücken inzwischen Personen auch in das Amt von Richtern ein, die mutwillig Antworten auf wesentliche Fragen schuldig bleiben.

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