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15.01.2011

15:03 Uhr

Angela Merkel

Mit Wirtschaftsbekenntnis auf Wählerfang

Bundeskanzlerin Angela Merkel erweist sich einmal mehr als wandlungsfähig: Mit einer konservativeren Ausrichtung ihrer CDU und einem klaren Bekenntnis zu Wirtschaft und dem Industriestandort Deutschland will sie im Superwahljahr 2011 Wähler gewinnen. Der neue Hauptgegner: Die Grünen, die den Ball prompt aufnehmen und die Industrienähe der Union kritisieren.

Kanzlerin Angela Merkel in Mainz: Guten Mutes ins neue Jahr. dpa

Kanzlerin Angela Merkel in Mainz: Guten Mutes ins neue Jahr.

HB MAINZ. Mit dem Bekenntnis zu Deutschland als Industriestandort und einem deutlich konservativeren Kurs führt CDU-Chefin und Kanzlerin Angela Merkel ihre Partei in das Wahljahr 2011.

"Die CDU geht guten Mutes, kampfeslustig, aber auch in der festen Erwartung, dass wir unsere Probleme lösen können, in dieses neue Jahr", sagte Merkel am Samstag nach einer CDU-Vorstandsklausur in Mainz. Die Parteispitze habe die programmatische Grundlage für die Arbeit in diesem Jahr mit den sieben Landtagswahlen vorbereitet. Die CDU bekenne sich zu Deutschland als Industrieland.

Die CDU will sich bei den Wahlkämpfen auf die Wirtschaftspolitik konzentrieren. Der Vorstand verabschiedete dafür einmütig eine "Mainzer Erklärung". Darin geht es hauptsächlich um den Erhalt und Ausbau von Industrie und Infrastruktur. Ferner richtet die CDU ihr Augenmerk verstärkt auf den Schutz von Ehe und Familie und den demografischen Wandel. Die alternde Gesellschaft wird nach Ansicht der CDU eines der wichtigsten und schwierigsten Zukunftsthemen sein.

Grünen-Fraktionschef Jürgen Trittin sagte: "Für eine moderne Infrastruktur hat diese Regierung bisher nichts getan (...) Eine zukunftsfähige Industriepolitik setzt auf Ressourceneffizienz in einer integrierten Rohstoffpolitik. Sie setzt auf innovative und ökologische Produkte. Die Union setzt auf RWE und Co."

Vor einem Jahr hatte die CDU sich noch verstärkt um Anhänger von SPD und Grünen bemüht, weil sie ihr Stammwählerpotenzial als nicht ausreichend für Wahlsiege angesehen hatte. Nun sieht die CDU in den Grünen ihren Hauptgegner. Merkel sagte zu diesem Schwenk: "Sie können nicht jedes Jahr das Gleiche schreiben." Mit der "Mainzer Erklärung" spreche die CDU "alle" an.

Kommentare (9)

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Die regeln doch sowieso alles mit Geld...

15.01.2011, 16:16 Uhr

ich kann Themen wie Wirtschaft,infrastruktur,Wachstum,Erneubare Energie und ´´Scheinkonservatismus´´ nicht mehr hören!!!!


irgendwann kommt ein Problem was man mit Geld nicht lösen kann.

no.7

15.01.2011, 16:39 Uhr

Jürgen Trittin hat vollkommen recht: Unter der CDU-regierung verkommt unsere infrastruktur, bestes beispiel ist die bahn. Augenmerk wird nicht auf investitionen in die bahn gelegt, sondern wichtig ist Schäuble nur, daß die bahn 500 Mio. euro gewinn abliefert. dieses beispiel ist charakteristisch für die CDU und merkel: den Leuten vorlügen, man werde in die infrastruktur investieren. Hat man die wahl gewonnen, wird das geld in steuersenkungen für die wirtschaft und Umverteilung nach oben verschleudert- und in Prestigeprojekte wie Stuttgart 21. angeblich, um unsere "Zukunftsfähigkeit" zu sichern, in Wahrheit aus Prestigesucht und um der unternehmerlobby milliardenaufträge zuzuschanzen. Auf einem bahnhof bei berlin irgendwo müssen bahnkunden über die gleise laufen, um zum zug zu kommen, eine Person hat kürzlich mit dem Leben bezahlt. So sieht die realität aus im infrastruktur- und industrieland der CDU. Die kommunen sind- mit voller absicht- finanziell ausbluten lassen und können nicht einmal mehr die Schlaglöcher zuschmieren, weil kein Geld da ist. aber wir können ja so stolz sein, die Wirtschaft brummt.

jetzt oder nie

15.01.2011, 16:53 Uhr

NiE wieder CDU/SPD und die anderen Euroscheißer!

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