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19.09.2014

16:07 Uhr

Angela Merkel

Seegerichtshof soll Streit im südchinesischen Meer lösen

Bundeskanzlerin Angela Merkel unterstützt die Bemühungen der Philippinen, die Grenzstreitigkeiten im südchinesischen Meer von einem internationales Schiedsgericht lösen zu lassen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (r.) begrüßt den philippinischen Präsidenten Benigno Aquino. AFP

Bundeskanzlerin Angela Merkel (r.) begrüßt den philippinischen Präsidenten Benigno Aquino.

BerlinDeutschland unterstützt die Bemühungen der Philippinen, die Grenzstreitigkeiten im südchinesischen Meer von einem internationales Schiedsgericht lösen zu lassen. Mit Blick auf chinesische Ansprüche in der Region betonten sowohl Bundeskanzlerin Angela Merkel als auch der philippinische Präsident Benigno Aquino am Freitag nach einem Treffen in Berlin, dass es eine friedliche Lösung geben müsse. "Deshalb denke ich, dass die internationalen Streitbeilegungsmechanismen, die wir haben auf Grundlage des Seerechtsübereinkommen, ein guter Weg sind, um diese Streitigkeiten zu lösen", sagte Merkel. Aquino verteidigte die Klage seiner Regierung gegen Chinas Vorgehen. Die Philippinen würden versuchen, durch den südostasiatischen Staatenverbund ASEAN und die UN vorzugehen. Eine Lösung auf Basis des Völkerrechts sei nicht nur für die Länder der Region wichtig, sondern für die gesamte internationale Gemeinschaft.

China beansprucht große Teile des Süd- und ostchinesischen Meeres für sich, aber auch die Philippinen, Vietnam, Malaysia, Brunei und Taiwan haben Forderungen erhoben. Hintergrund sind vor allem vermutete Rohstoffe in dem Seegebiet und die Kontrolle über wichtige Schifffahrtsrouten. In den vergangenen Monaten hatte es vor allem zwischen Marine-Schiffen Chinas, Vietnams und der Philippinen immer wieder kleinere Auseinandersetzungen gegeben. Auch in der Bundesregierung gelten das süd- und das ostchinesische Meer als gefährliche Konfliktherde.

Von

rtr

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