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27.06.2012

13:05 Uhr

Angela Merkel

„Teufelskreis aus Schulden und Regelbrechen beenden“

Kanzlerin Angela Merkel hat in einer Rede vor dem Bundestag erneut für ihren Sparkurs in der europäischen Schuldenkrise geworben. Kurz vor dem EU-Gipfel gibt sich Merkel standhaft.

Merkel: Es gibt keine schnellen und keine einfachen Lösungen für die Schuldenkrise

Video: Merkel: Es gibt keine schnellen und keine einfachen Lösungen für die Schuldenkrise

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BerlinBundeskanzlerin Angela Merkel hat kurz vor dem EU-Gipfel darauf gedrungen, die Vereinbarungen zur Bewältigung der Schuldenkrise umzusetzen. Dies sei die Grundlage für Vertrauen in den Euro, sagte sie am Mittwoch in einer Regierungserklärung im Bundestag. Der Teufelskreis aus Schuldenmachen und Regelnbrechen müsse beendet werden. Es gebe keine schnellen und einfachen Lösungen, sagte Merkel.

Gleichzeitig hat sie erneut betont, dass es keine schnelle und einfache Lösung der Euro-Schuldenkrise geben wird. Um die Krise dauerhaft zu überwinden, sei ein Prozess aufeinanderfolgender Schritte notwendig, der „das Problem an der Wurzel packt“, sagte Merkel. Alles andere ist zum Scheitern verurteilt, bestenfalls ist es Augenwischerei." Konsolidierung und Wachstum bedingten einander, betonte Merkel. "Auf Dauer ist das eine nicht ohne das andere zu schaffen."

Bundeskanzlerin Angela Merkel spricht in einer Regierungserklärung zur Schuldenkrise. dpa

Bundeskanzlerin Angela Merkel spricht in einer Regierungserklärung zur Schuldenkrise.

Wegweiser aus der Krise sei die schonungslose Analyse ihrer Ursachen, die vor allem in mangelnder Wettbewerbsfähigkeit und massiver Staatsverschuldung lägen. Diese hausgemachten Probleme müsse die Eurozone lösen. Unumgänglich sei dabei, „nichts zu versprechen, was wir nicht halten können, und konsequent umzusetzen, was wir beschlossen haben“, sagte Merkel.

Italien habe den Weg zu soliden Finanzen und Wettbewerbsfähigkeit eingeschlagen. Und es sei richtig, dass Spanien auf europäische Hilfsinstrumente zurückgreife. Merkel warb zudem erneut für eine glaubwürdige europäische Bankenaufsicht vor allem für systemrelevante Banken.


Kommentare (29)

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Rettung

27.06.2012, 13:34 Uhr

@stop_esm: Die Käufer der Anleihen sind hauptsächlich spanische Banken. Spanische Banken werden u. a. vom dt. Steuerzahler gerettet und spanische Banken retten den Staat durch Käufe der Anleihen. Diese Schrottanleihen, können wiederum für neue Liquidität beim EZB hinterlegt werden, um Liquidität zu erhalten. Diese Liquidität fliesst in den Kauf weiterer Schrottanleihen. Das ist Voodoo-Ökonomie. In die Wirtschaft fliess kaum etwas. BESCHISS pur. Schulden mit noch mehr Schulden lösen - Schwachsinn hoch 10. Richtige Restrukturierung und einen realistischen Insolvenzplan passen Parasitenpolitikern und Finanzlobbyisten nicht. Deshalb wird das kranke System lieber ein paar Jahre so aufrechterhalten. Insolvenzverschleppung befriedigt Interessen bestimmter Parasiten halt. Deutschland soll lieber das Geld für die bald notwendige Rekapitalisierung dt. Banken verwenden. Diese wie z. B. Deutsche Bank haben europaweit grössten Verschuldungsgrad!!! Also, Angela, lieber deutsches Geld zu r Sicherung der Einlagen in Deutschland verwenden und Verluste bei DT.Bank realisieren und die Banken KURZFRISTIG ggf. verstaatlichen, um Bilanzen zu säubern. Dt. BAnk hat Verluste nicht realisiert und hat eine Eigenkapitalquote von 2,6%. MF Global, die pleite ging hatte 3,3% Eigenkapitalquote"

Rettung

27.06.2012, 13:34 Uhr

@stop_esm ... und ja Sie haben es richtig erkannt ESM - die Finanzpyramide, die Madoff und Ponzi in den Schatten stellt - wird dazu verwendet um schlechte Schulden durch u. a. deutschen Steuerzahler zu refinanzieren. D.h. Banken, Parasitenstaaten können sich refinanzieren und das Verlustrisiko trägt der deutsche Michel. Super Beschiss

Wollt_ihr_den_totalen_Beschiss

27.06.2012, 13:36 Uhr

Die Anzahl unverkaufter Häuser entspricht der Anzahl unverkaufter Häuser in USA! Die Verluste bei spanischen Banken wurden nur zu einem sehr sehr sehr kleinem Teil realisiert. Würden Banken die Verluste realisieren (nicht nur spanische sondern z. B. auch eine Deutsche Bank) dann wären Sie unseren Schätzungen bzw. Schätzung der Experten längst pleite. Restrukturierung und Insolvenz - jetzt. Keine Insolvenzverschleppung. Das Gutachten für den Kapitalbedarf spanischer Banken hat Oliver Wyman erstellt, die Superberaterfirma, die UBS zum Kauf von amerikanischen Schrottanleihen geraten (dies riss die Bank fasst in den Ruin). Spanische Regierung wird in Sachen spanische Banken von Goldman Sachs beraten, der Bank die Griechenland dabei geholfen hat die EU zu bescheissen. Also, glaubt nicht dem Volksempfänger. Was die Einlagen angeht ist unser Staat NOCH stark genug diese auszuzahlen. Also, keine Sorge falls die Banken bankrott gehen. Diese Banken finanzieren die Wirtschaft nicht. Von 1 Billion die EZB an Banken verteilte kam kaum etwas in der Wirtschaft an. Auf solche Banken soll man verzichten. Einlagen werden ausbezahlt und Spekulations vermögen vernichtet, so ist es richtig. Falls alles zusammenbricht werden Zentralbanken wie in 30er Jahren Wirtschaft direkt finanzieren. Also, lasst euch von Finanzlobbyisten durch Lehman und systemischer Zusammenbruch-Gequatsch nicht beirren. Diese Propaganda ist dafür da um Banken und Parasiten zu beschützen. Wie Experten zeigen, kann man ruhig bei den Sch..banken den Stecker ziehen. Man soll das Bank- und Finanzsystem erneuern und nicht das bestehende Bank- und Finanzsystem retten. Diese Rettung ist sowieso ineffektiv und kurzfristig

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