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13.09.2013

17:17 Uhr

Angst vor Schwarz-Gelb

Linkspartei fordert SPD-Aufstand gegen Steinbrück

VonDietmar Neuerer

ExklusivDass Steinbrück mit seinem jüngsten Wahlkampf-Fauxpas womöglich die letzte Chance vergibt, Schwarz-Gelb zu verhindern, erzürnt die Linken. Die Genossen sollen ihren Frontmann in die Schranken weisen, fordern sie.

Peer Steinbrück: Sein jüngster Wahlkampf-Patzer sorgt für viel Gegenwind. AFP

Peer Steinbrück: Sein jüngster Wahlkampf-Patzer sorgt für viel Gegenwind.

BerlinMit seiner provokanten „Stinkefinger“-Geste hat SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück sich und seiner Partei eine Woche vor der Bundestagswahl keinen Gefallen getan: Vertreter von Union und FDP stellten wegen der Pose auf einem Magazin-Titelblatt die Eignung Steinbrücks als Kanzler in Frage. Selbst die Grünen zeigten sich irritiert.

Und auch die Vorsitzende der Linkspartei, Katja Kipping, hält den neuerlichen Fauxpas für nicht hinnehmbar. Sie forderte die SPD zu Konsequenzen auf. „Der größte Gegner der SPD ist ihr Kanzlerkandidat. Das Maß ist mehr als voll“, sagte Kipping Handelsblatt Online. „Eigentlich müsste es in der SPD einen Aufstand gegen Steinbrück geben.“

Nach Kippings Überzeugung dürfte der „größte informelle Flügel der SPD“ im Moment „Sozialdemokraten gegen Steinbrück“ heißen. „Er hat die Partei mit ein paar achtlosen Worten auf einen fatalen Abgrenzungskurs nach links festgelegt. Er gibt mit seinem Stinkefinger stellvertretend für die Partei die Wahl auf“, sagte sie. Und Steinbrück sei im Moment sogar drauf und dran, das Wahlprogramm der SPD schon eine Woche vor der Wahl für ein paar Ministersessel an Kanzlerin Angela Merkel zu verkaufen. „Er versemmelt gerade die letzte reale Chance, eine schwarz-gelbe Mehrheit zu verhindern“, betonte die Linksparteichefin.

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Warum uns das Steinbrück-Foto nicht empören muss

Handelsblatt in 99 Sekunden: Warum uns das Steinbrück-Foto nicht empören muss

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Auf der Titelseite des am Freitag erschienenen Magazins der „Süddeutschen Zeitung“ ist Steinbrück mit ausgestrecktem Mittelfinger zu sehen. Das Foto entstand im Rahmen einer Serie, in der mit Gestik und Mimik auf Fragen geantwortet wird. Steinbrück war in Anspielung auf den holprigen Start seines Wahlkampfes gefragt worden: „Pannen-Peer, Problem-Peer, Peerlusconi – um nette Spitznamen müssen Sie sich keine Sorgen machen, oder?“ Daraufhin zeigte er den sogenannten Stinkefinger.

Steinbrück verteidigte die Geste am Rande einer Wahlkampfveranstaltung: „Ich finde, wir sollten alle auch den Humor haben im Wahlkampf. Für alle, die den nicht haben: die sollen in den Keller gehen zum Lachen.“ Der Chefredakteur des „SZ“-Magazins, Timm Klotzek, betonte, der Titel sei nicht absichtlich so kurz vor der Wahl am 22. September veröffentlicht worden. Der Termin sei „von Anfang an abgesprochen“ gewesen.

Verschreckt Steinbrücks Geste potenzielle Wähler?

In der SPD sorgte das Foto für Befremden. Aufgeregtheiten über Interviews, Fotos oder Personalspekulationen behinderten nur die „Kampfkraft“ in der heißen Wahlkampfphase, sagte der Parteilinke Ralf Stegner zu Handelsblatt Online. Gelassen gab sich der bayerische SPD-Spitzenkandidat Christian Ude. „Sicherlich war das eine risikofreudige Geste“, sagte er dem Sender N24. Im bayerischen Landtagswahlkampf sei dies „aber nicht das wichtigste Thema“.

Kommentare (15)

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Eurowahn

13.09.2013, 17:39 Uhr

Liebe Leute lest mal !!

Ist doch viel wichtiger für uns Bürger als Herr Steinbrück !!

Leute - bitte aufwachen !!! Der Euro bzw. die geneinsame Haftung ist der Untergang unserer Sparguthaben !!

AUS - DEUTSCHE MITTELSTANDSNACHRICHTEN !!

Unternehmen in Südeuropa sitzen auf faulen Krediten
Deutsche Mittelstands Nachrichten | Veröffentlicht: 12.09.13, 22:43 | Aktualisiert: 12.09.13, 23:00 | 12 Kommentare

Die EZB hat eine neue Schulden-Bombe entdeckt: Es geht um 145 Milliarden Euro fauler Kredite von kleinen und mittleren Unternehmen aus Südeuropa. Rund 60 Prozent davon allein in Spanien und Italien. Die EZB prüft nun, die ausstehenden Kredite mit einem Mindestrating von „A“ als Wertpapiere in ihre Bilanz zu übernehmen. Damit landet ein signifikanter Teil des Risikos von maroden Unternehmen beim deutschen Steuerzahler.

Und was glaubt ihjr, was uns noch alles verschwiegen wird !!! Der größte Teil des Desasters !!

Account gelöscht!

13.09.2013, 17:46 Uhr


Herr Steinbrück ist vollkommen UNREIF für eine Kanzlerschaft und beschädigt als "Polit-Clown" nur den internationalen Ruf der Bundesrepublik als "Bananen-Republik.
*
Ich mag garnicht daran denken, was noch alles an Peinlichkeiten auf uns zukommen mag, falls dieser Mann uns international vertreten sollte.

Eurowahn

13.09.2013, 17:48 Uhr

Oder hier eine Nachricht aus der Handelszeitung !!
Wer möchte, dem schicke ich gerne den entsprechenden Link. Der Text wurde teilweise kopiert und ist angeschlossen !
Alle sind auf einem guten Weg, würde Herr Schäuble agen !!! Ich lach mich tot !!
Wir werden belogen, betrogen, , es wird geschönt und gefälscht !! Leute wacht auf - unsere Ersparnisse sind verloren, wenn wir nicht CDU, SPD, FDP und Grüne abwählen. Und weg mit Brüssel, wo 34.000 Beamte einen Verwaltungsmoloch aufgebläht haben !!
ABER HIER DER ARTIKEL AUS DER HANDELSZEITUNG (auszugsweise)

Die Schulden Spaniens steigen stärker als von der Regierung erwartet. Sie lagen Ende Juni bei 92,2 Prozent des Bruttoinlandsproduktes, wie die Notenbank mitteilte.

Die Regierung hat für Jahresende einen Zielwert von 91,4 Prozent angegeben. Experten gehen davon aus, dass sich der Schuldenstand noch mindestens drei Jahre erhöhen wird und die Marke von 100 Prozent übertreffen könnte.

Die Neuverschuldung soll nach Prognose der EU-Kommission in diesem Jahr bei 6,5 Prozent und 2014 bei 7,0 Prozent liegen.

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