Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

10.02.2012

12:52 Uhr

Anti-Rechts-Bündnis

Mit Blockaden gegen den braunen Spuk

In Dresden herrscht kommende Woche Ausnahmezustand: Tausende Menschen werden am Montag und am 18. Februar der Bombardierung der Stadt vor 67 Jahren gedenken - und ein klares Zeichen gegen Rechtsextremismus setzen.

Anti-Nazi Demonstranten protestieren in Dresden gegen einen geplanten Neonaziaufmarsch. ap

Anti-Nazi Demonstranten protestieren in Dresden gegen einen geplanten Neonaziaufmarsch.

LeipzigIn Dresden herrscht kommende Woche wieder Ausnahmezustand: Tausende Menschen werden am Montag und am 18. Februar der Bombardierung der Stadt vor 67 Jahren gedenken - und zugleich ein klares Zeichen gegen Rechtsextremismus und Gewalt setzen. Die Sicherheitsbehörden fürchten, dass es wie im vergangenen Jahr erneut zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen rechten und linken Demonstranten kommt. Die Polizei rüstet sich deshalb für einen Großeinsatz.

Die Rechtsextremen versuchen seit Jahren, die Zerstörung Dresdens durch alliierte Bomber am 13. und 14. Februar 1945 für ihre Propaganda zu missbrauchen. In den vergangenen zwei Jahren hatten tausende Gegendemonstranten den Aufmarsch der Rechten blockiert. Diesen Erfolg will die linke Szene nun wiederholen.

Das Anti-Rechts-Bündnis „Dresden - Nazifrei“ hat wieder bundesweit mobilisiert. Ziel sei es, die Naziaufmärsche in der Elbestadt „endgültig Geschichte werden zu lassen“, erklärt Bündnis-Sprecherin Franziska Radtke.

Offiziell angemeldet wurde von den Rechten bislang eine Kundgebung am 13. Februar. Drei weitere, unter anderem für den 18. Februar angemeldete Aufmärsche hat die rechtsextremistische Junge Landsmannschaft Ostdeutschland (JLO) inzwischen wieder abgesagt. Viele Gegendemonstranten werten dies als Erfolg ihrer Blockadepolitik. Der Verfassungsschutz nennt als Grund aber auch Streitigkeiten innerhalb der rechten Szene, die sich uneins darüber sei, wer nun den Hut auf hat. Aber auch kurzfristige Anmeldungen sind laut Stadtverwaltung weiterhin möglich.

Nach der Aufdeckung der Neonazi-Mordserie der Zwickauer Terrorzelle, die jahrelang untergetaucht war und für neun Morde an Migranten und einer Polizistin verantwortlich gemacht wird, steht Dresden in diesem Jahr besonders im öffentlichen Fokus.

Kommentare (3)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Account gelöscht!

10.02.2012, 13:11 Uhr

Tja nur mit der Tatsache dass die Leute heute ebenso wie damals getäuscht werden aber die Übeltäter einfach völlig andere Parolen schwingen und andere Farben tragen. ODer sieht das was diese Regierung da treibt wie die Tat zum Wohle des Volkes aus? Ich bin kein NPD Fan, doch wenn die verboten gehören dann müssten eigentlich ALLES anderen PArteien FAST ohne Ausnahme, gleich mit verboten werden. Wenn man den aktiven Schaden ansieht, und die sog. Volksvertreter mal genauer unter die Lupe nimmt, wird einem sicher mehr als schlecht den da ist keiner besser als ein Wulff"iger" Waschlappen.

Audit

10.02.2012, 13:18 Uhr

Wie sich doch die Welt unterscheidet.

1 So agieren wir:

“Operation Blitzkrieg”: Anonymous gegen die Neonazis – hehre Ziele, falscher Weg
Die Hackergruppe Anonymous holt zum Schlag gegen Neonazis aus: auf einer Internetseite veröffentlicht sie die Daten angeblicher Neonazis und deren Unterstützer. Zeitgleich werden rechte Webseiten lahmgelegt. Ein Kommentar aus gegebenem Anlass.

So agieren unsere politischen Feinde:
Streit um V-Leute als "bezahlte Nazis"
Ein möglicherweise bald eingeleitetes NPD-Verbotsverfahren hat am Mittwoch die Abgeordneten im Landtag beschäftigt. Vor allem um die Rolle der sogenannten V-Leute wurde zwischen Opposition und Koalition heftig gestritten.

Klaus-Peter Bachmann (SPD) sagte, dass es sich bei den V-Leuten nicht um eingeschleuste Ermittler des Verfassungsschutzes handle, sondern um "Nazi-Funktionäre", die mit Steuergeldern subventioniert würden.

Da sieht man mal, uns wollen sie vernichten, aber sie fördern die Nazis


Account gelöscht!

10.02.2012, 14:13 Uhr

Wenn eine sogenannte Demokratie noch nicht einmal eine Randgruppe von Meinungsträgern wie die NPD verträgt und toleriert werden kann, soll man allerseits dies Prädikat aus dem Sprachgebrauch nehmen. Wenn von Personen dieser Randgruppen gegen die Gesetze verstoßen wird, soll mit diesen ge-und verurteilt werden. Die ständige diffuse Angst unserer Politiker und anderer Gruppierungen vor diesen Randgruppen hat eigentlich schon neurotische Züge.
Wenn bewiesen ist, daß die NSU bzw. die Menschen die darin innewohnen Verbrechen begangen haben, soll selbstverständlich verurteilt werden. Desgleichen bei der NPD. Ständig drüber reden und meinungsmanipulatorisch die Bevölkerung kirre machen, ist absolut verzichtbar.
Grundsätzlich hat es sich in der BRD ausgebraunt, sodaß nationalsozialistische Machtergreifungen unmöglich geworden sind und verbrecherische Delikte von der Justiz geahndet werden. Beides in einen Topf zu werfen ist dümmlich.
Wenn eine Demonstration genehmigt ist, muß die Politik eine direkte Gegendemonstration untersagen und bei Zuwiderhandlungen durch die Polizei stark durchgreifen lassen. Es ist fahrlässig von der Politik den Karren schleifen zu lassen und somit die Ausschreitungen zu ermöglichen. Wer zwei Demonstrationen gleichzeitig genehmigt, provoziert damit Ausschreitungen. Wenn eine ungenehmigte Gegendemonstration entsteht muß somit dagegen angegangen werden.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×